Vögeleien in Lünen

 

Durch Zufall haben wir in Lünen einen kleinen versteckten Park entdeckt,
in dem noch die Kanada-Wildgans ungestört leben darf.
Dieser Park wurde von einem Kleingartenverein gegründet,
und sie sorgen mit ihrem eigenen Einkommen dafür,
dass die Stadt Lünen dort sauber hält.

Jeden Tag von 8-13 Uhr sind dort 1€-Jobber beschäftigt.
Das persönlich finde ich nicht gut,
aber die angetroffenen Arbeiter sind nach ihrer eigenen Aussage,

nach meiner Anfrage, sehr glücklich dort arbeiten zu dürfen.
Ich kann das verstehen, denn es ist dort wunderschön.

Die Kanadagans gilt als Wildtier, dass eine Menge Dreck machen soll.

Sie wird in vielen Städten bekämpft,
d.h.
abgeschossen oder durch Falkner vertrieben.

Da ich keinen auffälligen Schmutz gesehen habe,
und mich gerade Wildtiere und ihr Verhalten interessieren,
habe ich mir vorgenommen, sie näher kennenzulernen.

Über mehrere Wochen waren wir in diesem kleinen Park,
und ich habe versucht sie ein wenig an uns zu gewöhnen.

Das nachfolgende Video zeigt verschiedene Abschnitte der Tage/Wochen –
und man sieht deutlich,
dass diese angeblich >wilden, dreckige < besonders liebenswert sind,
und dass diese Kanada-Wildgänse uns später erkennen konnten,
und uns vertraut haben.

Später kamen sogar noch Enten dazu.
Es war ein fröhliches Gewimmel.

Selbst die Mutter-Ente mit ihrem blonden Küken kam zum Fressen.

 

meine Gedanken :

Wildtiere gibt es nicht.
Wild ist der Mensch alleine,
mit seiner Machtgier, seinem Unverständnis zu allem,
was ihm fremd ist.

© Archimeda1

 

Nachtrag

Entenfütterung

******************************************************

 


8 Responses to Vögeleien in Lünen

  1. Das Besondere war für die Vögel, dass wir kernige Haferflocken gefüttert haben. Nix aufquellendes, giftiges Brot, das am anderen Ende des Rasens lag.
    Haferflocken sind für Gänse und Enten super lecker, sie schwimmen nur nicht auf dem Wasser, sondern sind reines Trockenfutter.
    Jeden einzelnen Krümmel haben sie systematisch und penibel aufgesammelt.
    Wer schlemmen will muß leiden 🙂

    BG

    • Hi BG

      Brot für Enten, dazu im Teichwasser verfüttert ist reines Gift.
      Das Wasser schlägt in der Hitze um, der Teich wird bakteriell,
      und alle Tiere darin bekommen eine Lähmung.
      Bei Wasservögel geht diese Lähmung in die Schwimmbeine.
      Selbst der Tierarzt kann sie nicht retten.
      Trotzdem werden gerade alle Teichinsassen immer wieder mit Brot gefüttert.

      >Das sieht ja so niedlich aus, und Menschenkind hat Freude< Ich würde gerne Menschenkind zeigen, wenn und/bzw wie die Enten am Brot jämmerlich krepieren. Vielleicht würden sie dann mal wach ... lg Archi

  2. Hallo Uli,

    ein schönes und friedliches Video, das man sich gerne ansieht, vor allem sind da keine Menschen zu sehen. Ein Euro Jobber finde ich nicht gut, da wird nur der Gemeinde Geld gespart und die Leute zur Arbeit gezwungen. Klar machen die das lieber als wo anders jobben, denn das wäre die Alternative.
    Viele Leute wissen nicht, das Brot giftig ist. Ein Schild würde dem vielleicht Abhilfe schaffen. Aufklärung wird in unserem Land ganz klein geschrieben.

    Euch einen schönen Abend und einen guten Wochenstart.

    Liebe Grüße, Kathy

    • Hi Kathy

      Das Schild ist da. Ich blogge es heute Abend.
      Es interessiert nur niemanden.
      Sie schauen sich so gerne das Füttern an, sei es auch nur einmal.
      Wenn Ente und Teich stirbt, sehen sie das ja nicht mehr.
      Das ist eine ganz fiese Sache.

      lg Uli

  3. Guten Abend Uli,
    die Kanada-Wildgans ist ausgesprochen elegant und wunderschön in der Zeichnung ihres Gefieders. Ein herrliches Video. Die Aufnahmen der Entenkücken sind einmalig.
    Gut, dass es solche Oasen der Stille gibt, in denen der bewusst lebende Mensch sich eins fühlen kann mit der Natur.
    G Joachim :bye:

    • Danke, lieber Joachim

      Diese Mini-Oase ist ein kleines Rückzuggebiet.
      Es ist so schwer im Moment,
      ich weiß noch nicht zurückzukommen.
      Du verstehst das bestimmt, denn du hast den Absprung geschafft.
      Ich arbeite daran.

      liebe Grüße Uli

  4. Hallo Uli,

    ja, jetzt sehe ich das Schild. Dann kann man nur dazu sagen, es sind keine gute menschliche Artgenossen. Schade um die Enten und den Teich. 🙁

    Liebe Grüße, Kathy

    • Hi Kathy

      Das ist wirklich Schade. Da hat man ein wenig Lebendes, aber es wird nicht darauf geachtet.

      lg Uli