Erdwespennester und andere

 

Die Tage hatte ich schon zum Lehrbienenstand geschrieben.

 

Besonders anschaulich fand ich die Ausstellung der anderen Nester.
Das sind keine Nester in vollständiger Größe. Manche hätten viel mehr Platz gebraucht um sie zeigen zu können.

 

Das Hummelnest finde ich noch ziemlich niedlich,

 

aber das Hornissennest sieht schon sehr gewaltig aus.

 

 

Das Wespennest erscheint mir bedrohlich, und das mag sicher an mir liegen, weil ich überhaupt nicht mag. Sie sind mir zu aufdringlich und erscheinen mir eher gefährlich als nützlich. Sie fressen viele ‚Garten-Schädlinge‘. Der Begriff ‚Schädling‘ ist mir aber zu oberflächig, und wer die wenigen Bienen frisst, den mag ich einfach nicht.

 

 

Zu meinem Unwillen gehört insbesondere auch die Aggressivität, die hauptsächlich ab September auftritt, weil die Königin dann ausfliegt, die Arbeiterinnen arbeitslos sind, weil sie keine Aufgaben mehr in ihrem Nest zu erfüllen haben. Es herrscht selbst unter den Wespen eine Art Krieg. Fliegen sie dann zur Futtersuche zum Mensch, stechen sie auch schon einmal grundlos zu   :wacko:

 

 

Wir haben heute Haferflocken an die Enten im Lünener gefüttert.
Blondi hat zum zweiten Mal Nachwuchs und wir freuten uns, dass sie auf unser Zurufen mit ihren 6 Küken von der kleinen Insel geschwommen kam [ Dazu schreibe die Tage einen neuen Bericht ]

An einer mir vorerst unsichtbaren Rasengrenze blieb sie und der Nachwuchs stehen, und beachteten die Haferflocken gar nicht. Die ganze Familie bewegte sich nicht mehr einen Schritt vorwärts.

BG nahm seine Cam um damit diese unsichtbare Grenze zu untersuchen. In verschiedenen Vergrößerungen sieht man oft mehr, als mit den eigenen Augen. Es war irgendetwas Fliegendes zu sehen.
Daheim überprüfte ich die Aufnahmen mit meinen Programmen.

Ich habe die folgenden Bilder alle ein wenig erhellt, damit man etwas erkennen kann.

Bitte zur Vergrößerung anklicken

Das obere Bild zeigt deutlich ein ErdwespenNest.
Diese Nestbegriff ist eigentlich nicht zoologisch wahr, denn es handelt sich um die Spezies ‚Gemeine Wespe_Vespula vulgaris‘, die auch unter der Erde nistet.

 

Wespen transportieren bis August Eiweißnahrung in den Bau.
Bei Bienen oder Hummeln wird oft nur, in deren lebenden Zustand der Hinterleib abgetrennt, damit die Feind-Stachel nicht selber tötet. Im Nest teilen die Wespen, ihre oft noch lebende Beute, mit ihren Larven.

 

 

Wenn keine andere Protein-Nahrung zur Verfügung steht, muss man Artgenossen aufsuchen um die eigene Brut satt zu bekommen.

 

 

Ab September benötigen Wespen Zucker.
Sie besuchen darum Fallobst, und da dieses kaum noch zu finden ist kommen sie in Scharen zu Kuchen und Limonaden.

 

Wie oben geschrieben mag ich persönlich keine Wespen.
Ich respektiere sie aber, denn jedes Tier hat eine eigene Bedeutung im Kreislauf der Natur.
Wespen stehen unter Naturschutz, und ich denke dass die hohen Strafen zur Bekämpfung gerechtfertigt sind.

 

 

meine Gedanken :

Kein Mensch darf bestimmen,
ob irgendein Wesen,
sei es Baum, Pflanze oder Tier –
seine Lebensberechtigung behalten darf,
nur weil dieser Mensch deren Sinn nicht versteht.

© Archimeda1

 

Gute Nacht  :bye:

 

lg Archi

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One Response to Erdwespennester und andere

  1. Das mit der Grenze für die Enten war merkwürdig.
    Die Küken haben in ihrem Bereich die Haferkörner gefuttert und die Wespen haben die Enten, da sie nicht weiter vorrückten ignoriert. Sie flogen aber immer so, das sie den Abstand des Nestes zu den Enten ausmessen konnten.

    BG

    PS: Das ist das erste Erdwespennest das ich seit 20 Jahren gesehen habe. Nicht nur die Bienen sterben, auch die Anzahl der Wespen hat massiv abgenommen.