Erst gibt es Zählkarten, dann Lebensmittelkarten

Diva

frisst jeden Morgen Katzengras, und darum habe ich schon oft versucht neues auszusäen.

Die Hamsterwiese, bzw das Normalgras scheint ihr wohl nur im Sommer zu schmecken *grummel

-Gras ist meistens Hafer, manchmal Roggen, und das meinige Pech ist, dass die ausgebrachten Körner drinnen oft anschimmeln und draußen von den Tauben vernascht werden. So bleibt mir also nichts anderes übrig als die überteuerten kleinen Pöttchen für fast  3 Euronen bei einem Zoobedarf zu kaufen.

Heute war wieder so ein Tag, und da ich in Scharnhorst war wollte ich zu dem dortigen .

Dieser Fressnapfladen ist in der Droote 64, 44328 -Scharnhorst – und mit Abstand der Laden mit dem miesesten und unfreundlichsten Personal. Ich weiß gar nicht mehr, wie oft ich mich schon da drinnen geärgert habe, aber es ist leider der einzige Fressnapf in der Nähe, und ab und an muss ich da leider rein.

Wie bereits geschrieben, ich brauchte das Gras und stapfte schon recht lustlos auf die große Eingangstür zu.

Hier in ist es üblich, dass jede bemaskete Person nur mit einem Einkaufswagen ( selten einen Einkaufskorb ) in ein Geschäft darf. Danach sollte man seine Hände an einem aufgestellten Spender desinfizieren [ was die meisten Leute allerdings nicht tun ] und erst dann darf man den Laden betreten.

Mit dieser Routine kann ich leben, es hat sich quasi verinnerlicht, und ich halte die Handdesinfektion auch ohne Corona für sinnvoll. Wenn ich mir nämlich anschaue, wie manche Dummlacken jedes Gemüse- oder Obststück antatschen und sortieren, damit da bloß kein einziges Stellchen sichtbar ist, dass ein wenig angedrückt aussieht, frage ich mich regelmäßig, ob sie diese Person die Hände gewaschen hatte oder eben grade vom Klo ins Geschäft stolziert ist.

So Gedanken eben …  Noch so ein Gedanke_Hunger scheint ihnen fremd zu sein …

Ich nahm mir also einen Einkaufswagen wollte zum Desinfektionsspender und dann kam:

“ Halt ! Sie müssen sich noch eine Zählkarte nehmen! „

Zählkarte ? Ich schaute um mich.

Ich wollte so einen Kasten finden, der wie beim Bürgeramt Abreißzettel ausspuckt, wenn man auf ein Knöpfchen drückt, als Wartemarke oder so ähnlich.

Der Typ an der Kasse klärte mich dann schnell auf. Wahrscheinlich schaute ich zu verdutzt, und er hatte sicher seine Anweisung. Also, rechtsseitig, ein wenig hinter dem Desinfekt-Spender gab es eine Tafel.  An dieser hingen Plastikschilder mit Nummern , so groß wie Knastnummern an den Filmmützen.  Davon sollte ich mir eine nehmen.

Ich bemerkte noch sprachlich, dass diese Dinger völlig unsortierte Nummern hatten, aber er bestand darauf, dass ich unbedingt eine Zählkarte haben müsse. Ich sagte ihm, dass es wohl sinnfrei wäre, wenn ich meine Hände erst desinfiziere, dann eine ZIGMAL-angepackte Karte anfasse, aber er betonte, dass er sie jedes Mal reinigt, bevor er sie wieder anhängt

[   …  und das in einem Laden, wo ich dem Personal nicht einmal zutraue, sich die Schuhe richtig zubinden zu können ]

Nun ja, ich brauchte dieses verfickte Grastöpfchen und griff nach diesem großen Plastikdingens.

Da ich nicht wusste, wie diese befestigt waren fiel es natürlich zu Boden – und ich hatte nun eine zigaretten-großpackungsgroße Plastikkarte mit massig Bakterien, Viren oder Würmern von den Fußtritten fremder Leute in meiner frisch desinfizierten Hand.

Ich bin so gut erzogen, dass ich gar nicht weiß warum ! Sonst hätte ich  …

Der Kassentyp war da ziemlich schmerzfrei. Er bemerkte wohl, dass ich ziemlich wütend war, und versuchte noch zu erklären, dass es eine Auflage vom Ordnungsamt Dortmund wäre, zur Sicherheit, dass nie mehr als 45 Personen zugleich im Geschäft sind.

Also mal ehrlich – ich weiß jetzt nicht, ob das Ordnungsamt so etwas wirklich veranlasst hat, aber in DD ist bekanntlich alles möglich. Ob aber in diesem Laden jemals 45 Personen gleichzeitig sein werden, DAS wage ich massig zu bezweifeln, zumal das aggressive Betteln nach Tierheimspenden von jedem Zigeuner freundlicher ausgedrückt werden würde, als von diesem Kassen-Personal !

Wenn ich mal im Fressnapf bin kaufe ich noch verschiedene andere Sachen für die Katzen und Kaninchen. Das habe ich heute natürlich nicht gemacht. Ich nahm dieses Gras, welches fast direkt hinter dem Zählkartenanbammlungständer steht, habe bezahlt [ bedauerte, dass man es nicht rauchen kann ] und bin gegangen. Den Rest hole ich beim Futterhaus oder bestelle ich online.

Wenn das so weiter geht gibt es sicher bald wieder Lebensmittelkarten. In kleineren Geschäften darf dann nur der, die oder das rein, was eine ‚erweiterte Zählkarte‘ hat …

Wir sind sowas von im …

Wieder zur Sache:

Vielleicht hat jemand einen Rat, wie ich im Innenbereich Hafer oder Roggen aussähen kann, der dann nicht schimmelt. An der Nässe kann es eigentlich nicht liegen.

lg Archi

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4 Responses to Erst gibt es Zählkarten, dann Lebensmittelkarten

  1. Eigentlich dürfen ein Geschäft nur so viele Personen betreten das dort pro 10qm Verkaufsfläche nur 1 Person im Laden ist, damit es kein Gedränge gibt. Besser orientierte Läden haben deshalb vor der Tür abgezählte Einkaufswagen. Da dann jede Person einen Einkaufswagen benutzen muß löst sich das Problem ins Nichts auf. Ein Zählkärtchen ist so das dämlichste nach den Seuchen-Trennstäbchen.!

    BG

    • Das hab ich noch vergessen zu schreiben – einen Einkaufswagen brauchten die nächsten Kunden nicht. Sie gingen, auch ohne Handdesinfektion zum Zählerboard und — ich hätte echt kotzen können. Mich verlassen meine Manieren …

      Archi

  2. Und hat dich der Verkäufer angebettelt eine Spende für das Dortmunder Tierheim zu tätigen? Das machen die bei mir regelmäßig.

    BG