Schweigeminuten sind zu laut

 

Es werden Menschen ermordet, gerade eben viele junge Mädchen,
und die Nachrichten reißen sich dazu gegenseitig auseinander um immer die erste Infoquelle sein zu können.

Wenn der ‚Sensationskick‘ dann überall genug abgegriffen und rumgereicht wurde,
dazu die Besucherzahlen, aus Sensationsgründen ‚gut genug für das Portal‘ sind,
beginnt man mit der normalen Tagesabfolge von anderen Gegebenheiten.

Die Opfer verschwinden damit genauso schnell von der Startseite, wie aus dem ihrigen Leben –
aber kaum einer bedenkt die Qualen der Hinterbliebenden bzw an die wirklichen Opfer. Darüber schreibt nämlich niemand.

Ich möche heute mit allen Familien weinen, die Opfer haben und darum selber Opfer sind,
denn nicht nur die Toten sollten als Opfer genannt werden, sondern ebenso die Hinterbliebenden, die nicht nur ihr Kind/Partner/In verloren haben,
sondern, dass sie dazu
jede abartige Todesfolterung ihrer Angehörigen
immer und überall nachlesen müssen –
damit sich irgendein Internetleser daran noch ergötzen kann –
um die Nachrichtenstatistik hochzupuschen.

 

meine Gedanken :

Schweigen ist Liebe aus Rücksicht

© Archimeda1

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2 Responses to Schweigeminuten sind zu laut

  1. Das gemeine ist, dass die „Qualitäts“-Medien aufschreien, die Meinungsbildung ansichreissen wollen und dann den Fall vergraben, damit nicht die Realität aus dem Sumpf/Vergessen aufersteht.
    Wer die Realität dann beschreibt, schreibt dann Fake-News.

    BG

    • Archi says:

      Fake-News gibt es nur im Auge der Leser. Jeder denkt und handelt anders –
      das nannte man früher eigene Meinungs-Ideen, ohne politischen Inhalt.

      Archi