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  • Ich habe ein Froschproblem

     

    Heute Morgen habe ich in meinem Tümpelbecken ein Minitier gefunden.
    Es ist eindeutig ein Frosch und ca 1/2 cm groß – wenn überhaupt.

    Ehrlich gesagt weiß ich nicht, wie er da hingekommen ist, denn ich tümpelte schon eine ganze Weile in NDS um Futtertiere, wie zB Daphnien zu bekommen, habe aber noch nie ein Reptil eingetütet.
    Bitte beachten ->
    Nicht in jedem Bundesland ist tümpeln erlaubt.
    In NRW ist es so, dass man ein Einverständnis vom Grundstückseigentümer erfragen sollte.
    Da  Tümpel oft natürliche Wasserstellen, wie zB Bombentrichter sind, die dann im Sommer austrocknen , ist es für manche gefährdete Tierart die einzige Möglichkeit im Frühling an Wasser zu kommen oder da zu leben.

    Nun habe ich also das Fröschlein und eine ganze Menge Probleme.
    In meinem Tümpelbecken kann er nicht leben, weil dort Tubifex [Schlamm-Würmer] in Massen hausen.
    Tubifex sind die Hauptnahrung für alle fleischfressende Fische. Diese Würmchen leben und vermehren sich nur in extrem verschlammten Wasser.

    Gestern habe ich den Minifrosch entdeckt und muss nun ein artgerechtes Aqua-Terrarium erschaffen, denn aussetzen kann ich ihn nicht. Es ist einfach zu kalt. Es würde sterben.
    Da ich nicht erkennen kann welcher Frosch es ist, brauche ich also gleichzeitige Wasser- und Landfläche.
    Diese Mischung, die ich benötige – aus Aquarium und Terrarium nennt man Paludarium.

    Ein Paludarium ist  eine Unterart des Aqua-Terrariums, und besteht aus einem großen Wasserteil und einem kleineren dicht bepflanzten Landteil.

    Das musste ich heute erschaffen / kaufen – vom eigenen Taschengeld.
    [ So ist das bei BG und mir geregelt. Wer Mist baut, muss selber zahlen ]

    Dazu gehört ein großes Becken, eine standfeste Unterlage, die Inneneinrichtung aus ungiftigen Pflanzen, artgerechter Erde und Lebendfutter.
    Die Beleuchtung nicht eingerechnet, hat mich meine Unachtsamkeit beim tümpeln bisher über 200 € gekostet.
    BG baut in diesem Moment eine Arbeitsplatte mit Stand-Füßen zusammen, die in der Lage sind das neue
    Paludarium zu halten.

    Ich werde danach mein Garnelenbecken ausräumen müssen,
    denn es muss von linker zur rechter Seite aufgebaut werden, weil ich die schrägen Wände in BG´s Wohnung nicht bei der Berechnung zur Höhe der Arbeitsplatten-Füße einkalkuliert hatte.

    Was ich mit dem Frosch nachher mache weiß ich noch nicht.
    Ich werde mich erkundigen, ob ich ein irrtümlich getümpeltetes Tier wieder zurück in die Natur lassen darf.
    Falls es nicht möglich ist, werde ich den Frosch bestimmen um den Lebensraum nachbauen zu können.
    Ihm wird es sicher gut gehen.
    Lebendfutter habe ich immer genug.

    Ich habe das Fröschchen mal vergrößert.
    Die kleinen ovalen Grünpunkte ist Entenkresse von ca 2 mm Größe. Die größeren Blätter sind „Limnobium laevigatum“

    Frosch_©Archimeda1

    Niedlich ist es sicherlich.

     
    So einen Minifrosch habe ich noch nicht gesehen.

     
    Aber dieses Jungtierchen kann zur gewaltigen Kröte anwachsen.
    Ich werde es beobachten, schauen wie es sich entwickelt und was es brauch um rundrum glücklich zu bleiben.

     

    lg Archi

     

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  • Brunnenfrosch ?

    Wir sind vor kurzen noch einmal zu dem kleinen Brunnen gefahren, in dem wir Bergmolche gesehen hatten.
    Ich habe ein Tier mal ein wenig vergrößert, so dass man ihn besser anschauen kann.
    Seine Farbe ist nicht mehr bläulich, wenn man ihn aus dem Wasser holt.

    Bergmolch_© Archimeda1

    Klick zum Vorbericht

    Ich bin ziemlich abenteuerbereit, und dachte mir, wenn da Molche sind, ist im Wasser vielleicht auch noch etwas anderes. Darum hockte ich mich ein Weilchen hin um zu beobachten.

    Tatsächlich sah ich unter dem Laich etwas Großes herumhuschen.
    Ich tastete sehr langsam  im Untergrund, der mit Lehm und Laub bedeckt war, um kein Tier zu erschrecken oder zu verletzen und hatte schon nach wenigen Minuten einen Frosch in der Hand.

    Brunnenfrosch_© Archimeda1

    Ich habe versucht ihn zoologisch einzuordnen, darum schaute ich nach den Farben seiner Unterseite.

    Brunnenfrosch_2 © Archimeda1

    Das auffallende Gelb wäre ein Hinweis, aber jeder gelb-bauchige Frosch hat eine andere Oberseite.

    Brunnenfrosch_3 © Archimeda1

    Vielleicht könnt Ihr mir die Gattung nennen.
    Zu erwähnen wäre vielleicht noch, dass der Frosch extrem glitschig war. Er sondert also bei Gefahr eine extrem große Menge Schleim ab.

    Natürlich habe ich das Tierchen, nach den Bildern von BG, wieder genau dort zurück gesetzt, wo ich ihn gefunden habe.

    Die meisten Frösche stehen unter Naturschutz,
    darum muss man immer äußerst vorsichtig sein.

    Ungeübte sollten keine Wildtiere in die Hand nehmen.

    Viele sind giftig –
    mitunter auch Frösche, denn sie werden von Menschen, die ihre Terrarien leid sind, oft einfach in die Natur ausgesetzt.
    Manche Tiere beißen auch schon mal zu.
    Wenn man sich dann erschreckt fällt das Tier vielleicht zu Boden.
    Eine kurze Instanz reicht bereits,
    es stirbt oder ist so stark verletzt,
    dass sie sich vor Fressfeinden nicht mehr schützen können.

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    Heute waren wir bei den Heckrindern, und aus diesem Gebiet gibt es auch eine Menge zu berichten.

    Ich wünsche Euch nun noch einen schönen Sonntagabend.

    lg Archi

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  • Der kleine Wasserfrosch_Rana lessonae

     

    In der Mitte des gestrigen Suchspiels wurde schnell der Frosch gefunden. Nächstes Mal wird es wieder schwerer 😉

    Rana lessonae_Der kleine Wasserfrosch_© Archimeda1

    Der kleine Wasserfrosch ist der wohl kleinste Frosch in feuchten Gebieten. Er brauch nicht unbedingt das ganze Jahr Wasser um darin zu leben. Er ist allerdings auf feuchten, moorigen Boden mit Pfützen angewiesen, damit er nicht austrocknet.

    Wir fanden eine Kolonie im sumpfigen Waldstück der Heckrindern.

    zu den Heckrinder, wer mag HIERklick

    Rana lessonae_Der kleine Wasserfrosch_© Archimeda1_2

    Dieses ist ein echtes Fröschchen, gehört damit in die Familie Ranidae, nicht wie Kröten zur Familie der Bufonidae.

    Der kleine Wasserfrosch wird nur ca 7,5 cm groß, wenn es ein Weibchen ist. Männchen bleiben oft wesentlich kleiner.  Sie werden nur ungefähr 4,5 bis 6,5 cm.
    Echte Wasserfrösche fressen im Kaulquappen-Stadium pflanzliches, später dann Daphnien ( Wasserflöhe ), Schnecken, Insektenlarven und Würmer.
    Selber sind sie Beute für zB Ringelnatter, Graureiher uvm

    Rana lessonae_Der kleine Wasserfrosch_© Archimeda1_3

    Am meisten schadet ihm der Mensch, denn seine Gewässer werden oft ausgetrocknet oder verunreinigt.
    Der kleine Wasserfrosch_Rana lessonae ist zwar (noch) nicht vom Aussterben bedroht, steht aber unter dem Status „streng geschützt“ nach dem Bundesnaturgesetz.

    Rana lessonae_Der kleine Wasserfrosch_© Archimeda1_4

    Man darf sie weder fangen, verletzen oder gar töten.
    Zusätzlich sollte man sich möglichst von ihren Lebensräumen fern halten.

    lg Archi

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  • Erdkrötenbaby_Bufo Bufo

     

    Wir hatten das Glück eines dieser Krötenbabies zu sehen.

    Bufo Bufo_Erdkrötenbaby_© Archimeda1
    Es lief gerade vor uns auf dem Weg zum nächsten feucht-dunklen Ort.

    Man sollte immer nach unten schauen, wenn man in der Natur unterwegs ist,
    denn schnell ist etwas zertreten, weil man nichts gesehen hat.

    Erdkröten stehen bei vielen Staaten unter Naturschutz,
    und man nennt sie zoologisch

    Bufo Bufo

    Dieser Name steht für die Gifte Bufadienolide und Bufotenine und ist ähnlich giftig wie das vom Digitalis, also dem Fingerhut.
    Diese Giftmischung steckt in den Hautdrüsen und sorgt dafür dass Fressfeinde u.a.  halluzinieren, Atembeschwerden, Brechreiz und Lähmungen bekommen.

    Diese Gifte sind für diese Tiere eine Notwendigkeit, weil sich Frösche und Kröten häuten.

    Aus den Eiern entwickeln sich die Kaulquappen, nach ca 3-4 Monate hat man dann die Kröte oder einen Frosch.
    Bei der Weiterentwicklung ist es so, dass das Tier wächst, aus seiner alten Haut raus muss und diese später auffrisst.
    Sie ziehen sie von hinten bis vorne, machen das Mäulchen ständig auf und zu, damit auch die Haut vom Kopf weg kommt.

    Eine schöne Seite zu den vielen Entwicklungsstadien findet man Hierklick

    Kaulquappen, häutende Kröten und viele Frösche sondern Gifte ab, wenn sie sich bedrängt fühlen.
    Darum bedrängt sie nicht, und wascht Eure Hände nach jedem kurzen Kontakt sehr gründlich.

    lg Archi

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