• Tag Archives Kaninchen
  • Privatkram_Ein Wochenende-Frühstückstag mit Archi

     

    Wenn das Wetter es irgendwie erlaubt gehen wir schon frühmorgens auf Balkonien

     

    Dabei ist es egal ob es arg regnet, denn für solche Begebenheiten haben wir einen ‚halben Sonnenschirm‘ , der regendicht ist.

    So sieht es von unten aus

     

    Nach unserer Eigenpflege werden aber zuerst unsere drei Kaninchen gesäubert und befüttert. Das alte Grünzeug kommt in den Biomüll, und das Neue auf eine große Ablage, damit sie sich das aussuchen können, worauf sie gerade Appetit haben. Draußen gibt es eine ähnliche Fläche mit Trockengedöns, wie Äste, Blätter und Wurzeln.

     

     

    Es werden dann alle Tier-Nachtschälchen gesäubert. Jedes Tier hat seinen eigenen Platz für sein Lieblingswasser, und alle achten darauf, dass es dort peinlich sauber bleibt.
    Wenn alles fertig ist gehen wir raus. Dazu nehmen wir ein kleines Weltradio, eine Gartenschere, und das Futter der beiden Katzen Cora und Rudi mit, weil sie ihr ersten Frühstück draußen genießen möchten.

    Rudi ist eine agile und recht freche Katze, die auch gerne mit Fauchen und Krallen patscht, wenn sie sich durchsetzen möchte. Ich fauche zurück und gebe gerade jetzt meine Hände zu ihr. Sie beißt, nicht immer vorsichtig, aber da ich nicht zurückweiche zieht sich meißtens zurück. Es gibt aber auch andere Situationen. Schließlich ist sie in der Pubertät und man sollte sich da nichts gefallen lassen.

    Rudi bekommt zuerst ein Tütchen Katzenfutter mit Soße oder Gelee. Jeden Tag muss es eine andere Sorte und andere Firma sein. Als Maine Coon ist sie sehr wählerisch. Um 10 Uhr möchte sie gekochtes Hühnerbrüstchen, dass ich in größerer Wochenmenge zubereite. 110 Gramm frisst sie im Moment täglich, dazu gibt es den verdünnten Hühnerkochsaft. Sie trinkt über den Tag verteilt fast 300 ml. Ich hoffe, dass es sich noch steigert, denn Katzen, die nicht trinken bekommen im Alter schlimme Nierenprobleme.

    Cora die Diva hingegen, trinkt morgens nur zwei Milchcaps, dazu aber reichlich Frischwasser und um 16 Uhr noch ein Cap.
    Sie mag kein Frischfutter, bedient sich lieber an drei Trockenfuttersorten und an den Kohlrabiblättern der Kaninchen. Wenn sie einen kleinen Stiel abgeknabbert hat, spielt sie damit, indem sie ihn solange hin-und herschupst bis er so ganz zufällig unter einem Teppichzipfel steckt.
    Das macht nicht wirklich was, denn es knackt, wenn man drauftritt – und wandert dann in den Biomüll. Ich bin fest überzeugt, dass wir die kleine Brauntonne fast alleine füllen

    Wenn die Katzen satt sind stürzen die Kaninchen Vincent, Elsa und Merlin raus. Sie machen dabei freudige Sprünge und naschen alles das ab, was ich in ihrer Reichweite angepflanzt habe. Vor den unteren Pflanzkästen ist ein kleiner Plastik-Lattenzaun. Sie fressen nur das, was da raus wächst, ohne daran zu zerren. So bleibt die Wurzel intakt, und es stirbt nichts.
    Solange dort nichts Neues sichtbar ist, genießen sie die trockenen Leckerchen auf ihrer Ablage.

    Wenn es warm ist trinken wir auf Balkonien unseren Morgenkaffee und frühstücken. Meistens beobachten wir dabei die wenigen Insekten, die es zu uns hoch schaffen. Wenn wir viel Glück haben gibt es schon mal etwas anderes, wie Mini-Bienchen, Wespen und Hummis.

    Darüber berichte ich morgen, wenn es die Zeit zulässt.

     

    Wenn der Frühmittag vorbei ist kümmern wir uns um die technische Sachen. Immer auf Abruf haben wir nie ein wirkliches Wochenende, denn es gibt ja noch unsere ‚ alten‘ Eltern, um die wir uns aber gerne kümmern.

     

    Also, wenn iwer an Jung[k]volk jetzt meint, dass unsere Tiere zu verwöhnt sind, möchte doch von mir daran erinnert werden, dass Eure Helikopter-Eltern auch so sein müssen.

    Ihr fordert  rundum, dass man Euch zu allen Terminen hinbefördert. Es muss Euch gedient werden. Wer sich aber ständig durch Eltern durch die Gegend kutschieren lässt, sich dazu über klimaschädigende Auto aufregt, sollte zu Fuß laufen …

    … und sich nicht mit Eifersuchtsszenen über zuviel Tierliebe aufregen.

     

     

     

    meine Gedanken :

    Vielleicht ist es darum so spannend sich um Tiere zu kümmern,
    weil die eigende Brut versagt hat.

    © Archimeda1

     

     

    ************************


  • Cora statt Corona

     

    Da wir an der jetzigen Situation nichts mehr ändern können, kann man sich wenigstens noch erfreuen

    Wir erfreuen uns über unsere Katzen, sie erfreuen sich, wenn wir ihnen ihren Freiraum lassen, statt sie ständig anzustreicheln.

     

    Es ist Frühling, und ich habe schon eine Menge vorgearbeitet. Genau eben so viel, wie es die Temperatur und der Minimalplatz zulässt.

    Unsere beiden Tiger haben ihren eigenen Lieblingsplatz. Cora sitzt gerne auf dem Graspöttchen der Kaninchen Vincent, Merlin und Elsa.

    Nein, Cora ist nicht missmutig, sondern eine Perserkatze. Diese Diva überlegt quasi ob es sich lohnt mal kurz nett auszusehn  😉

    Perser halt …

     

    Rudi spamte lieber die Nachbarn aus, indem er durch die Balkonritze lugte.

     

    Nach kurzer Zeit war es uns allen zu kühl.

    Cora besetzte BG’s Chillitöpfchen im SZ (=SchlafZimmer, nicht KZ )

    schaute dann gnädigerweise, was man ihr sonst noch bieten würde 🙂

    … und Ja, heute hatte sie einen guten Tag …

     

    Main Coon Rudi ist da viel gelassener. Erstens wird mal so richtig gechillt

     

    … und später, wenn die Luft wieder rein ist – kann man ja mal überlegen, was man danach macht.

    Für die Umgebung sollte man sich fast unsichtbar verhalten …

     

     

     

     

    Genau das werde ich jetzt auch tun.
    Abwarten

     

    Eure Archi

    ***************************************************


  • Herbstanfang auf Balkonien

     

    Den heutigen Tag haben wir mit den Tieren auf Balkonien verbracht.

    Es war mit 28 °C schon fast zu warm, aber trotzdem mussten verschiedene Pflanzen für den Herbst gekürzt werden, und das Unkraut wuchs auch schon wieder massig.

    Unkraut ist bei uns gerne gesehen, denn es sind ja eigentlich nur Wildkräuter, und diese sind gutes Winterfutter für die Kaninchen. Auf BG’s Balkon ist alles überschaubar, aber in Gärten ist die Arbeit natürlich viel anstrengender.
    Alle sogenannte grüne Gartenabfälle wurden zerkleinert und trocknen jetzt im Dörrautomat. Ich habe schon 2 Tonnen mit je 40 Liter und eine Kiste mit ca 50 Liter. Mit dem gekauften Gemüse und gesammelten Ästen sollte es bis zum Frühling fast reichen.
    Emsig sind die Wildbienen, die sich noch versuchen vollzufüttern. Die Wespen klettern über die Stängel um noch Winterfutter zu finden.
    So ist die Natur, nur der Stärkste überlebt.

    Ich hüpf noch schnell in die Badewanne und dann ist Spielzeit für unsere Katzen.

     

    Das Leben ist schön,

    wenn man sich an die richtigen Orte träumt

    © Archimeda1

     

     

    Für Euch wünsche ich morgen einen schönen Wochenstart

     


  • Kein Monti für Cora

     

    Vor kurzem schrieb ich, dass wir vielleicht das Pflegekaterchen Monti aus dem Tierheim aufnehmen werden.
    Unsere Katze Cora hätte sich sicherlich über einen Katzenkameraden gefreut, denn sie kann mit unseren Kaninchen zwar kuscheln aber nicht sprechen.

     

    Leider ist Monti so krank, dass er nicht vermittelbar ist.

     

    Da wir uns schon mit der Idee einer Zweitkatze angefreundet haben bemühen wir uns um eine andere armen Kreatur, die keiner mehr haben will. Ich denke, dass es nicht lange dauern wird.

    Cora ist jetzt 9 Monate und wiegt über 3 Kg.
    Wir besorgen eine Kofferwaage, weil die Haushaltswaage nicht mehr Kilos anzeigen kann.

     

    Auf Balkonien war Cora nur so lange angeleint, bis sie verstanden hatte, dass man auf einem Geländer in 7 m-Höhe nicht rumlaufen darf.

     

     

    Sie hat schnell gelernt und ist schon fast erwachsen – und natürlich jetzt ohne Leine.

    Sie erfreut sich täglich über alle Düfte und Fliegetierchen, wie Bienen und Brummer. Ganz besonders mag sie die dicken Hummeln, die sie fast ehrfurchtsvoll beobachtet.

     

     

     

    Ich wünsche Euch einen schönen Samstagabend

     

    lg Archi

    *************************************************


  • Ein trauriger Tierheimbesuch

     

    Vorgestern bekamen wir einen Anruf vom Tierschutz. Es wurde gefragt, ob wir vielleicht noch ein Pflegeplätzchen frei haben.

    Eigentlich sind wir mit unseren drei Großkaninchen und Katze Cora reichlich dicht, aber schauen wollten wir trotzdem mal.
    Auf dem Parkplatz begegneten wir ein älteres Paar mit einem Minihund. Er kläffte fröhlich und sprang munter um seine Besitzer herum. Sie sagten, dass er im Tierheim in Urlaubs-Quarantäne war, und sie ihn nun wieder nachhause holen würden.

    Ich finde es eigentlich nicht so gut, wenn man in den Urlaub fährt, aber den Hund nicht mitnehmen will. Es gibt mittlerweile schon sehr viele günstige Angebote bei denen ein Hündchen ausdrücklich erwünscht ist.
    Eine andere Möglichkeit wäre eine Hundepension.
    Diese ist zwar nicht ganz so günstig, aber der Vorteil ist, dass in guten Pensionen geübt werden kann. Dazu bringt man den Hund erst stundenweise, dann mal zum Wochenende vorbei. Liebevolle Hundepensionsinhaber werden die Hunde beobachten und so zusammen bringen, dass sie sich gut verstehen. Meine Sis macht das seit Jahren, und darum ist ihr Hund oft mit den gleichen Hunden zusammen, weil ihre Freunde, mit denen sie zusammen Gassi geht, fast zur gleichen Zeit in Urlaub fahren.

    Eine Tierheimverwahrung sollte möglichst nur eine ‚letzte Möglichkeit‘ sein, weil dort auch Hunde sind, die schon länger dort sind.
    Man mag mich für verrückt halten, aber ich bin der Meinung, dass sich jedes Tier in seiner Sprache unterhält.
    Ein geliebter Wohnungshund, der dort die Geschichten der armen Heimhunde hört, dazu das befremdliche Personal und die Räumlichkeiten, wird dadurch in seinem Vertrauen zum eigenen Herrchen oder Frauchen stark verunsichert.
    Eher unsensible Menschen kann man vielleicht mit eNTe_n-Denken überzeugen ->
    Wer mag schon gerne aus gemütlichem und liebevollem Daheim zu Fremden in einem separatem Zimmer eingepfercht werden, die nicht mehr streicheln, sondern nur einen Futterteller hinlegen, und den Tag damit beenden, bis die dunkle und einsame Nacht durch die Sonne abgelöst wird …

    Im Tierheim-Außengehege sind BG und ich zuerst zu den Hundezwinger gegangen.
    Es gibt dort verschiedene Gänge, die man schleifenmäßig langgehen kann. An den großen Metalltoren hängen Schilder, die über das dortige Tier Auskunft geben.
    Jetzt in der Ferienzeit von DD war jeder Zwinger besetzt. Auf den Schildern stand meistens nur : „Keine Auskunft möglich, gerade herein gekommen, noch kein Profil vorhanden.“
    Ferienfundtiere … kann man so grob sagen. Was eine Schande
    Hunde gab es dort in allen Größen und Farben. Die meisten bellten und sprangen an den Gitterstäben empor um Aufmerksamkeit zu bekommen. Manche Hündchen lagen nur noch apathisch in Ecken. Ausgekläfft, ausgelaugt ohne weitere Hoffnung …
    Wir gingen alle Gänge durch. Irgendwie hat mich diese Situation an Kinderheime erinnert. Nach Liebe bettelnde Kinder, die DOCH nie adoptiert werden.

    Nachdem ich lange in einer Ecke gestanden hatte, bis ich nicht mehr weinen musste, sind wir ins innere des Tierheims gegangen.
    Kaninchen und Meerschweinchen gab es nur wenige, aber eine Menge Katzen.

    Katzen landen manchmal auch in Tierheimen, wenn sie Glück haben, und Mensch in Urlaub will. Glück darum, weil sie oft einfach nur ausgesetzt werden. In Wälder, Mülltonnen, Plastikabfallsäcken …
    Jeder weiß, dass Katzen ihr Heim als Territorium sehen, dass sie sich dort wohl- und zurecht fühlen. Sie schmusen mit ihren ‚Eigentümern‘ und geben alle Liebe zurück, die man ihnen gibt. Wenn die Babykatze dann ausgewachsen ist und ’nicht mehr so niedlich‘ ist, ist Katze oft nur noch ein Abfallprodukt und Störfaktor.
    … oder schwangeres und störendes Abfallprodukt …

    Wir durften in den internen Katzenbereich.
    Eine Katzendame wurde trächtig gebracht.
    Diese Bringerin, nenne ich mal netterweise nur ‚Person‘ kannte weder die Katze noch den Deck-Kater. Die trächtige Katze war ihr ‚zugelaufen‘.
    Das Tierheim kümmert sich nun um die Männchen ( die sind im Internet nicht gut zu verkaufen, wegen SteriKosten etc ) und

    von einem Katerbaby habe ich ein Bild bekommen

     

    „Dieser Minikater heißt Monti“, sagte der nette Pfleger. „Er wurde im Tierheim von einer lieben Abgabe-Mieze geboren. Keiner will aber Kater-Babies …
    Könnt ihr nicht mal versuchen das Tierchen noch …“

    Öm, Name schon gegeben ? *rechtsguck* …
    BG´S Augen signalisierten  -> Es ist noch Suppe da … *sing* …

    So nur zur Not, so als allerletzte Möglichkeit für Monti, haben wir unsere Handy-Nummern da gelassen
    Gleich beide Nummern, damit wir auch erreichbar sind …

     

    Wenn die Kotprobenuntersuchung keine Krankheiten zeigt, werden wir Monti oder den anderen Kater zu uns holen.
    Cora wird sich freuen, denn die Häschen kuscheln zwar mit ihr, aber sie versteht nicht deren Sprache …

     

    Wenn es Neues gibt, berichte ich dazu 

     

    lg Archi

    ***************************