Über den Dächern von Dortmund_der Wäscheleinenkrieg

 

Das ich das noch einmal erleben durfte –

nach drei Jahren Wohnungsentzug meinereineren  Wohnung wegen wideren Umständen, nicht schwangertechnische …

Als ich in dieser Wohnung aus beruflichen Gründen eingezogen bin, stand im Mietvertrag, dass ich den Garten anteilig mit nutzen könnte, wenn ich nun gewollt hätte.
Ich hätte nicht gewollt, denn die alten und damit sehr hohen Treppen samt obersten Stockwerk ohne Fahrstuhl sind schon so schwer genug zu erklimmen. Schließlich bin ich kein junges Reh mehr, sondern eher eine ältere Computermaus.

Dazu später noch mehr. Also zur Gartennutzung, meine ich.

Unten die beiden Nachbarn
ein Weib, gegenüber wohnt ein Kerl, getrennt durch einen bittertiefabgründigen Minihausflur,  mögen sich besonders ungern.
Denn es geht da um Rechte an der Wäscheleine.

Vor 6 Jahren saß die Frau noch mittig im Garten,
alleine unter der Wäscheleine, auf einem Liegesessel,
mit täglichem Hobby –  so laut zu telefonieren, dass man sie auf allen Etagen hören konnte, und dabei gleichzeitig die Häuserfront anstarrend,
denn sie durfte auf keinen Fall verpassen wer ins Haus rein- oder rausgeht,
geschweige noch sich an den Fenstern bewegte.

Irgendwann hatte ich keine Lust mehr in jeder Pause aus meinem Wintergarten zurück zustarren, und es wurde ihr wohl auch langweilig 
Zumal sie ja noch ihren Nachbarn hat, mit dem man live streiten konnte.

Um dieses zu verstehen muss man erst einmal wissen, dass die Wäscheleinen so unsinnig angebracht sind, dass sie durch ihre Form nicht viel Platz zum Aufhängen bieten. Es ist ein Dreieck, mit einer großen und kleinen Seite dazu und vorne eine Verlängerung mit Strick in die Bäume.

Nachbars weiße Weste_©Archimeda1

Nun geht es ans Eingemachte ( eNTen-Spruch )

 


Morgens, schon fast vor dem Aufstehen rodeln die Waschmaschinen von Frau Weib und Herr Kerl, eventuell schon nachts (?)
Wer als erstes seine Wäsche deplaziert hat den größeren Platzanspruch.
Um diesen auch zu gewähren, hängt man die eigenen Sachen nicht auf eine Leine, danach auf die der Leine am nächsten liegenden Leine,
sondern :
man befüllt erst die längste Leine, und wechselt dann auf eine beliebig andere, die vielleicht der andere Wäscheaufhänger nutzen wollen würde.

Nun kann es passieren, dass beide LeinenArtisten die gleiche Idee hatten und mit ihrer halben Portion Wäsche auf der Wiese stehen.
Da man sich nicht öffentlich streitet wird so schnell aufgehängt, dass man zuerst und am schnellsten große Teile verwertet, um möglichst viel Platz des anderen zu nehmen.
Dazu kommen Berechnungen von Morgen- und Mittagssonne,
und wenn man ganz ganz böse ist, lässt man trockenes Zeug einfach hängen, damit der andere Aufhänger wieder nur die schlechten Seiten hat.
Das reicht aber noch nicht.
Da jeder der Kasper nur halbe Maschinen waschen um als erstes wieder aufhängen zu können, bleibt es natürlich nicht aus, dass die Wäsche durcheinander kommt.
Ein Schlüpfechen von Frau Weib, daneben ein Höschen von Herr Kerl.

Ach ist das schön so viel Dummheit den Tag über genießen zu können.
Echt Schade, dass ich nur in Pausen kurz mal darauf schauen kann

Die Lösung wäre doch so einfach. Ein Quadrat, da drinnen ein Kreuz. So hätte jeder genug Leine und einen abgetrennten Bereich.

Nun noch einmal kurz zu meiner Gartennutzung.
Ich dürfte, wie gesagt auch dürfen.
Ich dürfte Wäsche aufhängen, Toffis u.a. grillen, Grillen fangen – einfach alles, was die ParterrePsychos machen.
Eines ist doch wohl sicher –
Bevor ich da ausziehe werde ich ein einziges Mal meine Wäsche mittig anordnen, möglichst alle Leinen annutzen, und abends gibt es ein tolles Grillfest – egal ob Wäsche von den Beiden, meine eigene Wäsche wasche ich dafür auch gerne neu für diesen Spaß

 

 

Grüße von

 

 

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11 Responses to Über den Dächern von Dortmund_der Wäscheleinenkrieg

  1. Du bist also ein älteres Model einer Computer Maus, also eine Computer-Maus an der Leine.
    :heart:
    Also kennst du dich ja mit dem Leinenproblem besonders gut aus :rose: . Oder bist du eine standartisierte kabelgebundene Computermaus mit automatischer Leinenaufwicklung :mail: .
    Ich halte dich wohl nicht an der kurzen Leine :unsure: .
    Früher hat man Lassos benutzt um Mäuse einzufangen :whistle: .

    BG

  2. Und die Leinen “muß” ich weiter behängen.

    BG

  3. Hi Uli,

    was für Probleme es doch im Leben gibt. Ich hatte noch nie solche Probleme aber ich war ja auch den ganzen Tag außer Haus und habe gearbeitet. Meine kleine Wäsche habe ich auf meinem Balkon getrocknet und die große in den Wäschetrockner gelegt. Heute habe ich soviel Leine, wie ich haben will, ganz für mich alleine. Du wirst auch noch in diesen Genuss kommen.

    Liebe Grüße, Kathy

    • Archi says:

      Hi Kathy

      Es ist tatsächlich erstaunlich wie viele Ideen man haben kann um mit Nachbarn zu streiten. Unverständlich und ziemlich niedrig finde ich so ein Verhalten.

      lg Uli

      • Hallo Uli,

        ich persönlich habe mich noch nie mit Nachbarn gestritten. Wenn mir etwas nicht gepasst hat, dann habe ich es einfach gesagt, wobei ich sicher auch nicht immer höflich war. Aber zum Glück hat es gefruchtet und wir konnten ohne Streit weiter leben.

        Eigentlich habe ich das alles schon lange hinter mir gelassen und bin froh, dass wir unser Grundstück haben. Aber wie Du weißt, auch da kann man Ärger haben. Weniger mit den Nachbarn aber mehr mit den Beamten. Aber auch das werden wir hin kriegen.

        Ich wünsche Euch einfach, dass Ihr ganz schnell Euer Traumhaus findet. *feste Daumen drücke*

        Liebe Grüße, Kathy

      • Archi says:

        Hi Kathy

        Das ist sehr nett von dir. Wir finden jetzt des Öfteren Häuser mit Internet, allerdings sind Wochenendbesichtigungen eher die Ausnahme.
        Unsere Erlebnisse über Betrüger bei vielen Immofritzen könnten ein Buch füllen. Vielleicht sollte ich mal eines schreiben.
        Der letzte Hammer war ein angeblicher Makler, der ein extrem günstiges Haus angeboten hatte, dann ein Exosé schickte, allerdings mit völlig anderem Preis. Auf Anfrage hieß es “der ist im Moment nicht erreichbar – tut leid…”

        lg Uli

  4. Hallo Uli,

    wir haben ähnliche Erfahrungen mit Maklern gemacht. Eigentlich haben wir in den ganzen Jahren nur zwei Makler getroffen, die ehrlich waren und gute Arbeit geleistet haben. Man hat uns sogar ein Haus angeboten, das an Asylanten vermietet war, ohne uns das mitzuteilen. Das Haus selbst sah auch ganz anders aus als auf dem Bild. Na ja, so sind sie eben.

    Wir wünschen Euch einen schönen Abend, eine gute Nacht und morgen einen erholsamen Tag.

    Liebe Grüße, Kathy