• Category Archives auf der suche nach was ist grün
  • Große Brennnessel _Urtica dioica

    Urtica dioica_Große Brennessel_© Archimeda 1-2
    Das ist die große Brennnessel.

    Sie ist zweihäusig,
    d.h. es gibt eine männliche und eine weibliche Pflanze.

    Sie kann bis 3 Meter hoch werden, vermehrt sich unterirdisch durch Rhizome, also durch unterirdische Wurzelgeflechte und oberirdisch durch Samen.

    Brennnesseln zählen zu den Heilpflanzen.
    Sie ist besonders bei Harnwegserkrankungen und zur Entwässerung gut wirksam.
    Durch ihre hohen Bestandteile von Vitaminen A, C, Eisen, Kalium, Calcium, und Mangan, wurde sie schon früher gegen Skorbut eingesetzt.
    Die Wurzeln sind ein hervorragendes Mittel für Prostata-Erkrankungen.

    So weit ist wohl alles schon bekannt.
    Nicht so, dass gerade die Samen besonders wertvoll sind.

    Er ist ein Lebenselixier, denn die Samen halten beim Verzehr den Körper jung.
    Eigentlich kann man ihn erst ab August sammeln.
    Da das Wetter dieses Jahr hat alles früher reifen lassen,
    haben wir heute schon gesammelt.

    Reifer Samen

    Urtica dioica_Große Brennessel_© Archimeda 1

    Er wird gewaschen, danach auf Küchenkrepp getrocknet.

    Urtica dioica_Große Brennessel_Samen_© Archimeda 1

    Man kann ihn roh über Salat streuen, oder auch in der Pfanne fettfrei anrösten.

    Besonders lecker finde ich ihn im Zusammenhang mit fettfrei angeröstetem Sesam
    und dann auf ein Butterbrötchen.

    lg Archi

    ************************************************Urtica dioica_Große Brennessel_© Archimeda 1-2


  • Riesen-Bärenklau_Heracleum mantegazzianum

    Wir sind nach dem Einkaufen ein wenig umher gefahren um wieder mal etwas anderes, als Betonbauten zu sehen.

    Auf einem Feld waren mehrere große, weiße Pflanzen dicht an dicht, ringsherum wuchs das Getreide.
    Halten konnten wir dort nicht, aber ich kannte diese Gewächse, und ich wusste wo sie noch zu finden sind.

    Ein Bauer hier hat ein Rapsfeld, auf dem sie seit Jahren ziemlich groß werden.
    Nicht nur da, sondern auch im angrenzenden Waldstück und auf den Wegen.

    Aus weitere Ferne hat BG versucht ein gutes Bild zu bekommen. Er hatte aber kein Stativ dabei und außerdem war es recht stürmisch.

    Heracleum mantegazzianum_Riesen-Bärenklau_© Archimeda1

    Wir sind dann dem Weg gefolgt, denn wenn man eine dieser Herkulesstaude sieht, entdeckt man noch viele andere.

    Erst einmal das Positive – Bienen, Krabbler & Co lieben die Blüten. Man kann also viele Insekten sehen.
    Das war es aber schon.

    Diese Staude ist ein Neophyt, d.h. irgendeiner hat sie mal freiwillig in einem Gebiet angepflanzt, wo sie eigentlich nicht hingehört. Ihr Ursprungsland ist der Kaukasus.
    Nun ist sie invasiv, d.h dass sie sich weit und schnell ausbreitet, und auch heimische Pflanzen zum absterben bringt.
    Nicht nur ihre 30000 Samen pro Jahr und Pflanze bringt die große Vermehrung, sondern auch, dass sie oft am Wasser ansiedelt und somit ihre Samen über kilometerlange Strecken verteilt.

    Sie ist dem heimischen Wiesen-Bärenklau (Heracleum sphondylium) sehr ähnlich.
    Aus dem Wiesen-Bärenklau wurde früher Bier hergestellt.
    Der Wiesen-Bärenklau hat einen durchweg grünen Stamm.

    Weitere Ähnlichkeit hat die Engelwurz. Sie hat ähnliche Blüten, aber ganz andere Blattformen.

    Die beste Erkennung zum Unterschied ist aber gut zu merken, nämlich an den dunkel-roten Stellen am Stamm, der Herkulesstaude.
    Heracleum mantegazzianum_Riesen-Bärenklau_© Archimeda1-3

    Wenn Ihr also einen echten Riesen-Bärenklau gefunden habt, müsst Ihr sehr vorsichtig sein.

    Heracleum mantegazzianum_Riesen-Bärenklau_© Archimeda1-2

     [ Das ist ein junges Pflänzchen ]

    In der ganzen Pflanze samt Wurzeln sind Furocumarine.

    Kurz erklärt reagieren diese Stoffe bei Berührung mit Hautstellen und Sonnenlicht. Dabei muss die Sonne nicht heiß am Horizont stehen, einfaches Tageslicht ist bereits ausreichend.
    Es gibt ziemlich böse Verätzungen, bzw Verbrennungen mit Blasenbildung, 3. Grades.

    Man könnte Ziegen oder Schafe halten. Diese würden die kleinen Pflanzen abfressen, solange sie noch nicht blühen.
    Was aber ist, wenn diese Dinger mitten im Rapsfeld oder Korn wachsen ?

    Mäht der Bauer drum herum, oder ist das gefährliche Zeug dann im Öl oder im Mehl ?
    Was meint Ihr dazu ?

    Ich hoffe, dass ich bei der Ernte dieses Feldes dabei sein kann, um eine Antwort zu finden.

    lg Archi

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  • Alles einfach zu vermehren_Nehmt die Chance wahr, bevor es Euch betrifft

    In der Metro gab es heute Ananas-Erdbeeren. Man nennt sie Pineberry, eine Mischung aus Ananas ( pineapple ) und Erdbeeren ( strawberry ) – zusammen eben Pineberry.

    So wie der Name verschachtelt ist, ist auch die Entstehung. Zwei Arten wurden zusammen gepflanzt, es entstand eine Dritte. So ist es bei fast jeder Züchtung.

    Diese Ananas-Erdbeere schmeckt meiner Meinung nach absolut nicht nach Ananas. Ich bin schon ein wenig älter, sage darum sehr sicher, dass sie einfach nach Erdbeere schmeckt, wie alle Erdbeeren früher geschmeckt hatten.

    So ähnlich, wie damals Tomaten noch nach Tomaten geschmeckt hatten. Ich hatte in meinem Garten immer Wildtomaten. Sie sind nicht einmal 1 cm im Umfang, schmecken aber mehr nach Tomaten, wie die heutigen im Geschäft.

    Um diesen Geschmack zu erleben müsste man teure Kumato kaufen. Die schmecken wie früher, sind aber eine Hybridzüchtung  der Firma Syngenta. Syngenta war mal der größte Konkurrent von Monsanto.#

    Nun schließen sie sich zusammen – konnte man noch die Tage im Net lesen – Betonung auf “konnte” – Ich bleib dran, versprochen…

    Kurz zusammen gefasst, Thema Tomate oder Erdbeere oder Ähnliches: Manipulation : Die Welt veraltert, damit wird gepokert.

    Man kennt etwas, was man an Lebensmittel gemocht hatte. Man kauft Produkte, vermisst den vorigen Geschmack. Man sucht Neues, um diesen wieder zu erfahren. Man zahlt mehr Geld, für das Erinnerungsgefühl, als man je vor hatte. Man dankt, weil es schmeckt. Man isst, weil es schmeckt. Man stirbt, weil …

    Den Gedanken lasse ich mal zum Denken offen.

    Eine verdammt hässliche Welt

    Einen Tipp für Euch: Macht aus allem Samen, was Ihr kennt und Euch schmeckt. Es ist so einfach, wird später Euer Überleben retten.

    Beispiel Ananas-Erdbeere Pineberry_Ananas-Erdbeere_© Archimeda 1 Nehmt Euch ein ziemlich reifes Teilchen der Frucht – natürlich gewaschene Hände OHNE Seife, nur lang fließendes frisches Wasser. Ihr braucht ein Holzbrettchen, Plastiklöffel und Küchentücher, Auf dem Holzbrett ( Plastik schimmelt ) kommt eine einfache Lage der Haushaltssrolle. Pineberry_Ananas-Erdbeere_© Archimeda 1-2 Mit dem flachen Stiel teilt Ihr nun die Frucht ohne zu drücken, verteilt sie ganz sacht auf dem Küchenkrepp. Wenn ihr das ganz vorsichtig zu allen Seiten verteilt habt Ihr solches Bild. Samen der_Pineberry_Ananas-Erdbeere_© Archimeda 1 Diese roten Tupfen sind alles Samen. ( bei roten Erdbeeren sind sie gelblich bis grün) Man kann immer gut das Schwänzchen sehen, welches sich später in die Erde einbuddelt. Bei manchen großen Erdbeeren können  es fast 200 Samen sein.

    Nun einfach warten, die eigentliche Erdbeere immer ganz vorsichtig lockern. Pineberry_Ananas-Erdbeere_© Archimeda 1-3 Ich persönlich würde davon absehen die Früchte mechanisch zu trocknen, denn durch die künstliche Umgebung würde zu viel zerstört. Wenn der Samen trocken ist muss man ihn vorsichtig mit einem Plastikding abschaben und dunkel verpacken.

    meine Gedanken:

    2014 Rettet Euch und die Samen, so lange es noch möglich ist.

    © Archimeda 1

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  • Koreanische Ginseng_Panax Ginseng

    Panax Ginseng_Koreanische Ginseng_© Archimeda 1

    Im Asia-Laden haben wir heute Ginseng gekauft.

    Es sind kleine, weiße und frische Wurzeln, fein säuberlich in Folie verpackt.

    Koreanischer Ginseng ist ein unscheinbares Pflänzchen in den Bergen Koreas und in der Mandschurei. Diese Pflanze wächst sehr langsam und nur gut in nördlichen Berghängen, in Waldnähe.
    Es gibt nur noch wenigen Wildwuchs, das macht sie so teuer.

    Kaufen kann man sie auch, in geringen Mengen, aus anderen Weltregionen, wie zB in China, Russland, Japan –
    aber es ist eben kein koreanischer Wildwuchs, sonder nur Züchtung.

    Der echte Ginseng hat viele verschiedene Heilkräfte.

    Das Wichtigste scheint mir zu sein, dass es das Gedächnis stärkt, indem es das Gewebe regeneriert.
    Das sorgt dann wiederum, dass das Herz gestärkt wird, die Wundheilung angeregt wird, und die Leistungsfähigkeit beschleunigt wird.
    Allein die Geweberegeneration ist schon Grund genug ihn zu probieren.

    Ich werde ihn in Ministücke zerteilen, denn zweimal täglich, ca 2 Gramm in frischer Konsistenz, sind schon ausreichend.

    Sollte noch etwas übrig bleiben, steck ich den Rest in ein Brathühnchen.
    Das ist dann besonders lecker.

    Trotzdem sollte man, wie bei allen Heilkräutern, immer sehr vorsichtig sein.
    Zuviel ist nie gut.

    [ Rechtstext:  Ich bin kein Arzt, schreibe nur aus meiner persönlichen Erfahrung ]

    lg Archi

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