• Tag Archives Balkonien
  • Herbstanfang auf Balkonien

     

    Den heutigen Tag haben wir mit den Tieren auf Balkonien verbracht.

    Es war mit 28 °C schon fast zu warm, aber trotzdem mussten verschiedene Pflanzen für den Herbst gekürzt werden, und das Unkraut wuchs auch schon wieder massig.

    Unkraut ist bei uns gerne gesehen, denn es sind ja eigentlich nur Wildkräuter, und diese sind gutes Winterfutter für die Kaninchen. Auf BG’s Balkon ist alles überschaubar, aber in Gärten ist die Arbeit natürlich viel anstrengender.
    Alle sogenannte grüne Gartenabfälle wurden zerkleinert und trocknen jetzt im Dörrautomat. Ich habe schon 2 Tonnen mit je 40 Liter und eine Kiste mit ca 50 Liter. Mit dem gekauften Gemüse und gesammelten Ästen sollte es bis zum Frühling fast reichen.
    Emsig sind die Wildbienen, die sich noch versuchen vollzufüttern. Die Wespen klettern über die Stängel um noch Winterfutter zu finden.
    So ist die Natur, nur der Stärkste überlebt.

    Ich hüpf noch schnell in die Badewanne und dann ist Spielzeit für unsere Katzen.

     

    Das Leben ist schön,

    wenn man sich an die richtigen Orte träumt

    © Archimeda1

     

     

    Für Euch wünsche ich morgen einen schönen Wochenstart

     


  • Leuchtschnecken_eine neue Spezie(s)

     

    Ich habe sie entdeckt.
    Sie saßen fein säuberlich aufgereiht.

    Es mag sein, dass diese Leuchtschnecken zu den durchsichtigen Schnecken ‚Zospeum tholussum‘ gehören …

     

    Zur Erstverbilderung habe ich drei unterschiedliche Leuchtschnecken auf einer kleinen Sushni-Planze gesteckt.
    BG hat sie zum Beweis verbildert.

     

     

    Sie sahen in der Wohnung nicht besonders freudevoll aus. Das Lächeln scheint nur aufgesetzt und nicht ehrlich …
    Darum habe ich sie auf Balkonien ausgesetzt.

    Schaut mal, wie glücklich man aussehen kann, wenn man nicht immerzu in der Stube ist.

     

     

    meine Gedanken :

    Wer nur im Inneren lebt
    hat keine Chance zur Veränderung.
    Träume muss man sich selber erarbeiten
    damit sie wahr werden.

    © Archimeda1

     

     

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  • Das zweite Mini-Insektenhotel

     

    Gestern, am Mittwoch haben wir die verstorbene Kleinhäsin Flummi zur Verbrennung gebracht. Am Tod kann man leider nichts ändern, aber man sollte trotzdem versuchen, die noch lebenden Tiere bestmöglichst zu unterstützen.

     

    Wegen unsere eingeschränkten Möglichkeiten haben wir uns entschieden ein zweites Insektenhotel zu kaufen, um die Wildbienen zu unterstützen.

     

    Das erste Mini-Insektenhotel

    war in mehreren Teilen aufgebaut, und in dem Vorbericht schrieb ich wofür die verschiedenen Abschnitte sind

     

    Bereits nach einem Jahr waren dort die ersten Wildbienen dabei ihre Röhrchen zu füllen.

    Fast alle Wildbienchen sind schon geschlüpft, und es gibt schon viele Bienen, die eine neue Brutröhre suchen.

     

    In einer Fensternische hat mir BG darum mein neues Insektenhotel angebracht.

     

    Dieses kleine Insektenhotel hat im oberen Bereich viele größere Röhrchen, die von Schlupfwespen gebraucht werden. Schlupfwespen-Larven bevorzugen Blattläuse, und sie sind darum ein wichtiger Bestandteil eines Ökosystems. Erwachsene Schlupfwespen fressen Honigtau und Nektar.

     

    Die Fensternische ist vollsonnig und fast regengeschützt

     

    In diesem Jahr versuche ich mit einer ‚Kleingurke‘ und ‚Schwarzer Tomate‘ das kleine Reich mittig zu erweitern. An der rechtsseitigen grünen Klammer hängt ausgekämmtes Hasenfell. Dieses zupfen sich die Meisen ab, um ihr Vogelhäuschen weicher zu gestalten.

     

    Ich hoffe, dass das zweite Mini-Inektenhotel genauso gut angenommen wird und werde später weiter dazu berichten.

     

    lg Archi

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  • Zahnbrücke_Was kann denn da schon passieren ?

     

    Mir geht es seit einiger Zeit ziemlich mies, und ob das nicht gereicht hätte musste ich letzte Wochen noch zum Zahnarzt.

     

    Eigentlich sollte ich nur eine Brücke bekommen
    Sie war schon seit letztem Jahr geplant, aber die Krankenkasse hatte vor Jahresabschluss wohl nichts mehr für die Längerhierlebenden machen wollen, und als ich nach wochenlanger Warterei endlich Beschwerde eingelegt hatte, bekam ich eine Absage zur Kostenübernahme und musste einen Neuantrag stellen, denn das Jahr war vorbei.

    Wenn ich dann lese, dass ein bulgarischer Schlepper im DeutschschlundKnast ein vollständig neues Gebiss bekommt stößt es mir gewaltig auf.
    Ich habe nun einen Widerspruch schreiben müssen. In der Zeit wird die Brücke eingesetzt, wobei ich die Kosten erst einmal aus eigener Tasche zahlen muss.
    Das ist nicht gerecht – und ich habe keinerlei Verständnis, warum Hereingeflutete und Verbrecher mehr Rechte als steuerzahlende Menschen haben !³³³
    +++++++

    Der Termin beim Zahnklempner war schon sehr früh, um 9.30 Uhr
    Bis ich dann hereingebeten wurde vergingen noch fast zwei Stunden. Gut, damit muss man immer rechnen, denn Notfälle sollten eher behandelt werden.
    Mein Arzt ist sehr nett und besonders vorsichtig. Darum hatte ich nur dieses unbehagliche Gefühl, was wohl jeder hat, wenn man in seinem Gesicht/Mund rumwerkelt.
    Ich bekam an verschiedenen Stellen eine kleine Dosis Schmerzmittel gespritzt, musste einige Minuten warten – und dann ging es schon los.

    Ich möchte keinen HorrorRoman schreiben. Darum nur ganz kurz ->
    Der Arzt musste 5mal mit einer hohen Dosis nachspritzen, aber der zu behandelnde Zahn und das Umfeld war nicht zu betäuben. Er meinte dann „… Nun da müssen WIR jetzt durch…“, und meine Frage zum ‚WIR‘ blieb unbeantwortet weil er bereits seine Foltersache fortgesetzt hatte.
    Als nach einer Stunde die gröbste Arbeit geschafft war sagte die nette Stuhlassistentin, dass sie nun einen Abdruck für das Provisorium machen müsse.
    Sie erklärte den Ablauf ->
    Das [wunde] Zahnfleisch wird mit verschiedenen Bändchen rundherum niedergedrückt.
    Eine andere Sprechstundengehilfin hat eine Schiene mit klebrigen Material. Diese Schiene drückt sie auf den Zahn und den Zahnbereich zur Brücke. Atmen darf man nur durch die Nase, weil das Zeug sonst in die Lunge kommt. Nach einigen Minuten ist das Zeug der Schiene fest und wird nach oben entfernt.

    Hört sich simpel an, oder ?
    Jo, aber nicht dann, wenn man an diesen Stellen unbetäubt ist und man Cortison und dazu Mittel gegen Asthma bekommt …

    Von den üblen Schmerzen mal abgesehen, hatten meine Medikamente dafür gesorgt, dass die Blutung nicht mehr zu stillen war. ‚Wenn ‚WAS‘ so stark blutet bekommt man keinen passenden Abdruck, wurde mir gesagt.
    Der Arzt war genervt, ich kurz vor einer Heulattacke und die Sprechstunden-Mädchen wussten auch keine Lösung.

    Der letzte Versuch war eine Dreier-Bearbeitung
    Ein Mädchen saugte ständig das Blut aus dem Mund, ein anderes Mädchen stand mit der Abdruckschiene bereit, die der Doc dann flugs in meiner Zahnecke plazieren wollte.
    Es hat nicht geklappt.
    Eine andere Gehilfin hat mir schließlich mehrere Desinfektionskügelchen in den schmerzenden Zahn gedrückt, und die Schienenfrau hat mit Gewalt das Provisorium auf das wunde Zahnfleisch mit den freien Zahnhälsen gequetscht …

    Das war letzten Montag.
    Ich habe so schlimme Schmerzen, dass das Novaminsulfon nicht länger als zwei Stunden reicht, aber die Blutung scheint weniger zu werden.
    Am kommenden Montag versuchen sie einen neuen Abdruck zu machen …

    Bis dahin wird mir eine Menge Bier schmecken … und dann werde ich alle anhauchen – und sie fallen genauso unbehaglich zu Boden …

     

    So lange träume ich von meinen bunten Lichter auf Balkonien

     

     

     

    lg Archi

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  • Blaue Heckenkirsche als natürliche Wildbienennahrung

     

     

    Im letzten Jahr hatte ich mir im Centershop ein mickriges Gestrüpp gekauft. Es kostete gerade mal 1 €, denn es sah nicht so aus als ob man es nie wieder beleben könnte.

    Auf dem kleinem Anhängeschild stand ‚Lonicera caerulea’_Blaue Heckenkirsche.

     

    Dieses Pflänzchen bekommt bereits in kalten Vorfrühlings-Monaten kleine gelbe Blütentrichter mit langen Staubfäden

    … und ist darum eine wichtige Mahlzeit für die ersten Fliegetierchen, wie zB Wildbienen und verschiedene Schwebfliegen.

     

    Aus den Blüten entstehen ab Juni längliche blaue Beeren von nur ca 12 mm Größe.
    Das ist recht winzig, und obwohl Mensch daraus Marmelade machen könnte, würde ich empfehlen sie den Vögeln und Wildbienen zu überlassen.
    Im Garten wird die Heckenkirsche bis zu 160 cm hoch und 150 cm breit. Ihre dichte Verzweigung wird von kleinen Vögeln gerne zum Nestbau genutzt.

    Auf Balkonien kann ich natürlich nur eine Miniversion haben, aber schon allein dieser Blütenduft zieht viele kleine Flieger an. Das Heidekraut steht nicht weit entfernt und wird schon emsig von einer Wildbienen abgenascht, die immer wieder kommt.
    Vielleicht ist es auch immer eine andere ? Ich weiß es nicht.

     

     

    Man könnte nun meinen:
    „Hey -das ist ja nur eine Wildbiene“

    Ich würde dann erwidern:
    “ Was wäre, wenn es nun die letze aller Wildbienen wäre.

    Eine Wildbiene ist die Urform aller Bienen, und die ’neu gemachten Imkerbienen‘ dienen nur denen, die daran verdienen – und durch die Futterkonkurrenz stirbt das einzig echte natürliche Lebewesen, das von Natur aus noch weiß was gut oder giftig ist.

    Zitat

    … Die fünf folgenden Bienenarten habe ich als Besucher beobachtet:

    Bombus pascuorum (Ackerhummel), Königin: Nektar trinkend
    Bombus pratorum (Kleine Waldhummel), Königin und Arbeiterinnen: Nektar und
    Pollen sammelnd
    Anthophora plumipes (Frühlings-Pelzbiene), Männchen: Nektar trinkend; Weibchen:
    Nektar und Pollen sammelnd
    Melecta albifrons (Frühlings-Trauerbiene), Männchen und Weibchen: Nektar trinkend
    Osmia bicornis (Rostrote Mauerbiene), Männchen: Nektar trinkend …

    Quelle

    Zitat

    … Bitte verzichten Sie zugunsten der stark bedrohten heimischen Wildbienen und
    anderer Bestäuber auf das Imkern, betreiben Sie keine Stadtimkerei. Überlassen Sie
    die wenigen Nektar- und Pollenressourcen unserer zerstörten Natur den heimischen
    bestäubenden Insekten. Jeder Verzicht auf Imkerei oder Stadtimkerei ist aktiver
    Naturschutz …“

    Den Grund für diese Aussage kann man beim Entomologen Herr A. Haselböck
    nachlesen — HIERklick

     

     

    meine Gedanken :

    Imkerbienen sind die anfänglich tierische ‚KI‘
    Wenn die Wildbienen dann ausgerottet sind, gibt es Minidrohnen-
    und nicht nur um zu bestäuben !

    © Archimeda1

     

     

    lg Archi

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