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  • Autistenwelt_anders anders

     

    Was ich leider jetzt erst verstanden habe ist,
    dass das erste Verbot der eigenen Meinung nicht von der Politik gemacht wurde,
    sondern im aller nächsten Freundesbereich

    Dort findet jede Zensur ihren Anfang, denn als Missbilligung vertarnt und unter ‚freundes-gutwollenen Gedanken‘ verharmlost, wird die Bereitschaft der autistischen, freiheitlichen Gedanken so eng eingezäunt bis das innere Restdasein der Eigenperson stirbt, weil eine schnelle Aburteilung einfacher ist als sich selber mit neuen und  eigenfremdlichen Gedanken zu verzögern.

    Es ist und bleibt dabei unsächlich, ob irgendjemand Recht hat. Es geht einzig nur darum im Für-oder Gegenmodus zu agieren.

     

    In der Autisten-Welt gibt es kein Vertrauen und keine Beziehung, so wie Ihr sie kennt.  Alles ist ein wenig anders und schneller. Darum gibt es auch später keine Enttäuschungen. Dazu gibt es eine extrem intensive Einrichtungsphase beider Personen, und glaubt mir, dass ist auch so schlimm genug, denn wenn Ihr erst in 5-7 Jahren endlich mal merkt, dass Euer Partner nicht für ein ganzes Leben passt, machen Autis diese Erkenntnis in kurzen Wochen durch.

    Wir, also BG und ich sind beide Asperger-Autisten [ und nein, ganz anders als Greta ], manchmal recht seltsam in unserer Umgangsweise zu Euch, aber nicht für uns. Untereinander sind wir sicher viel ehrlicher, als so so manch NeuroTypischer Personenkreis mit sich selber.

     

    Nach BG’s heutigem Outing werde ich seine Rechtschreibfehler auch nicht mehr verbessern, denn die Buchstaben seines Chemiestudiums verwirren scheinbar noch immer seine Schreibweise, und es ändert ja natürlich nichts an seiner inhaltlichen Gedankenflut.

    Anders gesagt – Es gibt wichtigere Infos, als Fehlerausmistung der Deutschsprache, die ja eh nicht mehr original ist 

     

    Wir haben kein Warnschild an uns, und wir können freundlich telefonieren, voraus gesetzt, dass wir wissen, wer anruft oder anrufen könnte. Bei Euch ist wohl auch so, sonst gäbe es keine Antwortbeantworter. Wir haben keine realen Freunde mit denen man abtanzt oder ähnliches, aber Schach und andere Denkspiele sind mit uns Ähnlichen, in uns bekannter Umgebung, oder am Rechner oft sehr nett. Das war es aber dann schon.

     

    Autisten teilen ihr Zuhause nicht. Im Autistenbereich gibt es nur Seelenverwandte. Wer zu viel vertraut wird ausgenutzt – und die eigene Opferrolle wird immer schlimmer, weil es leider so ist, dass man immer wieder selber versucht in eine Normalwelt einzutauchen, weil man dann meint etwas ‚gleichwertiger‘, oder vielleicht ein wenig unauffälliger sein würden zu können. Der Umgang mit den Neuro-Typischen ist nämlich für Autisten recht unlogisch und darum schwer.

    Mir gelang das ziemlich gut, weil mein Arbeitsbereich erst in der Hospiz und dann im  Pflegebereich einer Forensischen Alkoholklinik für Korsakow-Kranke war. Trotz der wöchentlichen Besprechungen durch die Supervisoren konnte ich nach etlichen Jahren dieses Leid nicht mehr ertragen, und arbeitete später in der IT-Branche. Dort war ich mit meinen Gedanken alleine und konnte mich wieder erholen.

    Ich weiß nicht, wie viele ‚Freundes-Behandlungen zum besseren Normalverkehr‘ ich habe über mich ergehen lassen habe. So gab es zB kleine Schultafeln, auf denen ich schreiben sollte, warum ich zB keine Rücksicht nehme, weil ich ihnen gegenüber nicht tolerant genug war. Ich war trotzdem stolz, wenn ich dann mein Tagesziel erreicht hatte und entwickelte mich in enorm kurzer Zeit bis zur Voll-eNTE, [ NT=> NeuroTypisch, eNTe für den Nachlaufzwang der NT] mit allen derer üblen Eigenschaften, weil ich durch diese Hab-Mich-Doch-Lieb-Sucht etwas von der Welt verstehen zu wollen, und mich dann vollkommen in mir selber verloren habe.

    Ich habe dann schnell gelernt, viel zu schnell.

    Es war sehr schmerzhaft, so als ob man eine vollständige Ausmistung, der eben gerade neuangelegten inneren Hardware einer General-Reinigung übergibt, und dann danach nichts, kein winziges Etwas übrig bleibt um die alte Software gängig zu halten.

    Nach den vielen darauf folgenden Jahren bin ich mir aber sicher, dass ich keinen Grund brauche um gleichwertig zu sein. Ich bin eben ich, und Andere sind anders. Das war es – und nur das ist wichtig.

     

    Nun möchte ich noch aufschreiben, damit ich es nie wieder vergesse:

    Ich danke Allen, die meinen Geburtstag wieder nicht wichtig genug gefunden hatten um eine kurze Gruß-Mail zu hinterlassen.

    Es gibt dann noch diese Menschen-Spezies, die nur ihre eigenen Ängste für so wichtig halten, und darum eine langjährige Internetfreundschaft abbrechen, weil sie nicht die Wahrheit vertragen können, bzw ihrem Partner keine freiheitlichen Wahlmöglichkeiten einräumen möchten, weil sie selber Verlustängste erleiden.

    Dann gibt es Internet-Freunde, die erst später merken, dass ihre Hilfsfreunde nicht uneigennützig sind …

    Sucht Euch etwas aus.

     

    Ich werde ab sofort keinerlei Kommentare mehr über E-Mail beantworten.

    Diese Domain ist öffentlich, nutzt den Kommentarbereich oder lasst es.

     

    Nach längerer Überlegungszeit habe ich beschlossen, dass es hier in diesem Blog eine Änderung geben muss, und genau das werde ich nun umsetzen.

     

    Videolink

     

    Archimeda1

     

    So, das wars – nun geht es weiter

     

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  • Vier Leben_Bosse

    Posted on by Archi

     

    Ich wünschte, dass jedes arme Flutopfer noch viel mehr als 4 Leben hätte

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    Dazu wünschte ich mir, dass die Leute, die Spenden könnten, es wirklich tun.

    Nicht Geld allein ist wichtig, denkt doch mal an die armen Kinder, die ihr gesamtes Spielzeug verloren haben. Ich selbst werde die Tage im Keller nach meinen Stofftieren suchen. Es ist so ziemlich voll, in diesem 240 Liter-Sack. Diese Spielteilchen sind alle ohne Macken, werden noch kurz frisch gewaschen, getrocknet und dann hoffe ich, dass man sie KOSTENLOS an die Flutopferkinder verteilt, und ich sie nicht im Second-Hand-Shop wieder finde – wie es mir in Essen/NRW passierte, als ich im Kinderheim meine komplette 2-Kiddy-Ausrüstung, samt jeglichen Spielzeug, Hochstuhl, Laufbuggy, Springteilchen  abgeben wollte, und man mir sagte :

    “ WIR nehmen NUR Neuware, aber lassen Sie diese mal hier “

    Damit gab es ein Zack, und weg das teure Zeug, in den Müll … Ebay und Co gab es ja noch nicht …

    Wir haben leider keine vier Leben,  und je älter ich werde merke ich, dass die Älteren um mich herum nicht mehr über ihre Ängste sprechen wollen. Das Alter, alle Krankheiten und Todesängste werden verschwiegen, direkt ausgetackert, an die Pinnwand der Vergangenheit geheftet, mit dem Stillschweigewunsch, als ob der Tod nicht diese klitzekleine Nische schon länger hätte gefunden.

    Das ist traurig

    Damals noch bei den Familienfeiern mit Wurst mit Kartoffelsalat haben wir Jüngeren uns aufgeregt, weil die Älteren nur über Krankheiten und den Todesfällen ihrer Generation geredet hatten.

    Sie waren aber eigentlich weise, denn sie haben ihre Ängste nicht in sich hinein gefressen, und damit hatte der Krebs bei gesunder Ernährung kaum eine Chance seine bösartigen Krallenschnipsel in den Körper zu verteilen. Bei manchen Begebenheiten hatte meine leider Oma nicht helfen können.

    Vier Leben, oder neun oder unendlich – DAS wünsche ich Euch

    Meine Domain ist nun wieder für einige Tage im Pausenmodi

    Mein Vater, wurde vor kurzem wegen Blasenkrebs operiert, hat morgen einen weiteren Besprechungstermin für ‚weitere andere Operationen‘, die man Mittwoch, den 21.07.2021 vornehmen wird.

    Passt auf Euch alle auf – und denkt daran, dass wirklich nichts so wichtig ist, wie Euer Leben.

    Ich liebe Euch

    Archi

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  • Corona Extra_Wünsche

    Posted on by Archi

     

    In den letzten Jahren habe ich leider feststellen müssen, dass Corona die Menschen irre macht

    Dazu brauch es weder eine Impferei noch eine Verschwörungstheorie, sondern einfach nur den Menschen als Mensch, der ganz im Gegenteil des Tierreiches nur auf eigenen Vorteil bedacht ist. Das erste Glück scheint nur der eigenen Person zu gelten, danach folgt Habsucht, Neid, Intoleranz und nun noch ‚Corona-Impf-Neid‘ als neuer Standard.

    In den letzten Jahren habe ich viele Bekanntschaften verloren, die angegeben hatten meine virtuellen Freunde zu sein – und klar es ist  immer schwer eine freundschaftliche Fernbeziehung zu führen, wenn man sich nicht mal irgendwann persönlich getroffen hatte.

    Diese Freundschaften, über die ich nun aber schreibe, hatten allerdings bereits mehr als 7 Jahre hinter sich, bei denen immer beteuert wurde – JA ich bin dein/e Freund/in.

    Sagte ich schon, dass Aspies mental oft anfangs blöde sind ?

    Wenn nicht, tue ich es jetzt, denn wir sind viel zu nachgiebig. Wir werden immer wieder verletzt und angelogen. Wenn wir nämlich einmal so eine ‚Art Vertrauen‘ aufgebaut haben, hat der Normmensch eine ganze Zeitlang unsinnigen Spielraum, der uns weiter verletzen wird, weil es Vertrauen für uns nämlich nicht gibt und wir das erlernte Gefühl vorerst verarbeiten müssen. Es dauert also ewig, bis wir, also im jetzigen Fall Ich, so wirklich böse werde, und diesen Punkt hat meine Französische Freundin gestern überschritten.

    Das ganze Drama fing eigentlich damit an, dass BG und ich geimpft wurden. Vorher waren ich, sie und ihr Mann strikt dagegen.

    Nach einigen Wochen haben sie sich umentschieden, denn in Frankreich mussten sie für Besorgungen ständig einen negativen Test haben. Das kostete viel Zeit und Nerven, sich in den langen Schlangen anzustellen.  Ich habe mich auf Anraten von meinem Haus-, meinem Lungenarzt und BG impfen lassen. Überzeugt bin ich nicht, ob es nun besser ist als ohne. Das Ergebnis wird man erst im Herbst sehen.

    Nun, da sich hatten alle impfen lassen müssen, hat BG und ich BionTech bekommen. Doro und ihr Mann würden in Frankreich AstraZeneca nehmen müssen – und damit war der erste Ärger schon da.

    Manchen Menschen sind so dumm, dass sie sich aufregen, dass ihre ‚eigene beste Freundin‘ einen anderen Impfstoff bekommt, statt zu überlegen warum. Ich würde gerne alle ‚Vorteile einer BionTech-Impfung‘ mit ihrer Gesundheit tauschen … Das versteht sie aber nicht – BG’s Mutter übrigens auch nicht [!].  Es gibt also jetzt im Corona-Extra tatsächlich Menschen, die sich zwar Familie oder Freunde nennen, aber zur Krankheit der Angehörigen noch einen angeblich schlechteren Impfstoff wünschen.

    Dabei ist es nicht einmal bewiesen, ob Astra bei Gesunden weniger wirkt …

    Nach dieser Erkenntnis gab es mehrere Wochen der ‚Ich bin nicht da, Handwerker im Haus und Internet geht nicht‘. Zweimal habe ich zwischendurch Kurznachrichten in Telegram hinterlassen, zB dass der Hund meiner Sis eingeschläfert werden musste, und das mein Vati Blasenkrebs hat. Geantwortet hat sie nicht.

    Gestern war meine Geduld am Ende.

    Wer mich immer nur anjammert, dass es ihm/ihr so schlecht geht, aber nicht einen guten Wunsch für meine Sorgen, diesmal meinem Vater hat – kann gehen.

    Freunde gibt es wie Sand am mehr. Echte Freunde leider kaum.

    [ Ralph Waldo Emerson ]
    Du selbst zu sein,
    in einer Welt
    die dich ständig anders haben will,
    ist die größte Errungenschaft.

    lg Archi

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  • Ich wünsche mir

     

    Gewaltfreiheit, Natur und Musik

     

    Ich habe als Kind mit meinen Eltern in einer Siedlung gewohnt, die auf der einen Seite von Feldern, und auf der anderen Seite mit alten Kohlenhügeln abgegrenzt war. Ganz in der Nähe war die Firma Coca-Cola, und als Siedlung derer Angestellten hatten wir 24-Stunden-Polizeischutz.
    Mein Vater hatte eine sogenannte Chefposition, die mir und meinen Geschwistern nur ein wenig Freiheit erlaubten, aber ein Fahrrad bekamen wir vorerst trotzdem nicht.
    Es hieß, dass es zu teuer wäre, aber jetzt im nachhinein glaube ich, dass es zu unserem Schutz war, damit die ‚AmmiKinder‘ nicht zu weit von der Beobachtung weg waren.

    Trotzdem ist es mir bereits mit 11 Jahren gelungen in den naheliegenden Wald zu gelangen. Angst brauchte ich nämlich nicht haben, denn der Wald war einfach nur schön und nicht gefährlich.
    Es lungerten da nur Tiere rum, die nicht größer als ein Häschen oder Hund waren, und die Coca-Cola-Gegner hatten sich nur auf die Siedlung spezialisiert, die wie oben beschrieben immer gut beschützt wurde.

    Wie alle anderen Firmen vergrößerte sich C-C, und die Leute konnten sich überlegen das gemietete Firmenhaus mit großem Grundstück zu kaufen, obwohl ihr Arbeitseinsatz zig Kilometer woanders war, oder es an günstig suchende Käufer zu veräußern.

    Ich möchte nie etwas Schlechtes über Coca-Cola sagen.
    Diese Firma bereitete zu meiner Kinderzeit für alle Arbeiter und Angestellten eine Märchenaufführung im Essener Opernhaus.
    Es wurden dazu riesige Tisch- mit Stuhlreihen aufgestellt. Es war so schön weihnachtlich geschmückt, und selbst die Stühlchen hatten ein wenig Deko.
    Zwischen der Märchenaufführung gab es Pausen, und wir Kinder, waren Stolz sich in unseren neuen Röckchen, Blüschen oder Anzügen zeigen zu dürfen. Die ganze Pause haben wir rumgetollt, und als das Märchen dann weiterging, gab es einen Gongton, und schnell saßen wir wieder brav bei unseren Eltern, nämlich Mama und Papa.
    Am Ende der Aufführung kam der Nikolaus, brachte jedem Kind eine kleine Tüte mit einem schönen Kalender mit jahreszeitlichen Bildern, Walnüsse und einige Mandarinen und Schokoteilchen. Ein großer Nikolaus war auch immer dabei.
    Danach durften wir Kinder rumtollen, und die Erwachsenen hatten ihre Freizeit um ein ‚Bierchenmehr‘ zu genießen.
    Dieser CocaCola-Weihnachtstag war so schön, dass ich ihn noch bis heute vermisse.

    Die Zeiten ändern sich leider viel zu schnell, und als die Coca-Siedlungs-Familie sich nach und nach auflösen musste, weil sie das teure Firmenhäuschen nicht bezahlen konnten – waren sämtliche Kinderfreunde genauso weg, wie mein besuchtes Waldgebiet, mit meinen tierischen Freunden.

    Ich war allein und lernte Geige. Ich war ziemlich gut, aber meine Eltern kamen trotzdem nie zu einer Aufführung. Es war wohl keine Zeit dazu.
    Dann starb mein Opa, der Vater von meiner Mutter – der auf dem Sterbebett, also im KH verlangte, dass ich auf keinen Fall mehr Geige spielen dürfte. Ich habe es versprochen, mein Geigensteg brach am gleichen Tag. Seitdem habe ich dieses schönklingende Instrument nie wieder angerührt.
    Manchmal möchte ich gar nicht nachdenken, warum etwas geschieht.

    Meine nicht erspielten Träume möchte ich nun gerne in einem Video von ‚Lindsey Stirling‘ ausdrücken.
    Guardian (heißt => Wächter)

     

    An diese tolle Geigerin möchte ich ein großes Danke senden.

     

    Videolink

     

    lg Archi

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