• Tag Archives Liebe
  • Osterwünsche

    Archi_Ostern 2019

     

     

     

    [ Novalis_Friedrich Freiherr von Hardenberg ]

    Es sind nicht die bunten Farben,
    die lustigen Töne und die warme Luft,
    die uns im Frühling so begeistern.
    Es ist der stille weissagende Geist unendlicher Hoffnungen,
    ein Vorgefühl vieler froher Tage des gedeihlichen Daseins
    so mannigfaltiger Naturen,
    die Ahndung höherer ewiger Blüten und Früchte,
    und die dunkle Sympathie
    mit der gesellig sich entfaltenden Welt.

     

     

    Ich wünsche allen Freunden und Lesern schöne Ostertage

     

     

    lg Archi

     

     


  • Kostenloser Bluttest auf Down-Syndrom_und was kommt danach ?!

     

               Jenny †

     

    Seit 2006 gibt es am 21. 03. (März) den Welt-Down-Syndrom-Tag.
    Es ist eine Erinnerung an alle Menschen mit Down-Syndrom, bei denen das 21. Chromosom bis zu 3mal vorhanden ist -> =21 zu 3x

    Ich möchte heute über meine kleine Freundin Jenny † schreiben.
    Als ich damals in eine neue Wohnung eingezogen bin, war da ein 4 jähriges Kind, dass ein wenig anders aussah. Der Kopf erschien mir ein wenig größer, der Mund war breitlich und die schrägen Augen erstrahlten in besonders heller Fröhlichkeit.
    Diese kleine Dame hieß Jenny, und ich gab ihr einen Dauerlutscher. Sie gab mir ihre kleine Patschhand als Dank, und von diesem Zeitpunkt an waren wir beste Freundinnen. Ihre Mutter erklärte mir später, dass Jenny ‚Mongoloid‘ wäre, und dass noch dazu ihre inneren Organe schneller wachsen würden, wie ihre Körperhülle.

    Jenny, ihre Mutter und ich hatten viele schöne Jahre.
    Wir gingen zusammen einkaufen, wurden dabei zwar oft dumm angeschaut, aber das störte uns nie. Eine Frau fragte uns, warum wir das Mädchen nicht gleich ‚entsorgt‘ hätten. Es sähe doch so anders aus, und sabbern würde es, und …
    Aus Gründen, die ich nur selber weiß, erspare ich meine Antwort hier im Blog.

    Jenny ging in eine normale Schule und wurde 8 Jahre alt.
    Sie starb nicht an ihrem Down-Syndrom, sondern an der anderen Krankheit -> weil eben ihre inneren Organe nicht so schnell wachsen konnten wie ihre Hülle.
    Ich möchte keinen Tag mit ihr vermissen.
    Ihr Tod war für sie eine Erlösung und für uns sehr traurig – aber sie hatte viele Jahre Liebe erfahren – und später sehen wir uns alle wieder.

     

    Mongolismus heißt heute ‚Trisomie 21′, und es wird wieder diskutiert, ob man ’solche Kinder‘ nicht gleich im Mutterleib töten sollte.

    Es gibt dazu verschiedene Methoden um die Mutter vor ‚ihrem behinderten Kind zu schützen‘

     

    Fruchtwasserpunktion_Die Fruchtwasseruntersuchung, etwa zwischen der 14. und 18. Schwangerschaftswoche möglich –
    Eine Hohlnadel wird über die Bauchdecke und Gebärmutterwand in die Fruchtblase gebracht – zum Ungeborenem – die Nadel ist sehr nah und kann das Kind verletzen …
    … welches schon Bewegung, Musik und anderes miterleben kann …

    19 Wochen sind fast 5 Monate!
    Das Kind, was nun entsorgt werden soll, weil sich Mutter nicht kümmern will, ist schon viel eher lebensfähig !

    Sollte das Kind behindert sein, ist eine Abtreibung bis theoretisch zum 9. Monat möglich, ohne dass man sich strafbar macht.
    Ein großes und weiteres Risiko wäre eine Verletzung des Kindes oder auch eine Fehlgeburt.

     

    meine Gedanken :

    Wer schon ein Ungegeborenes testet LIEBT NICHT,
    denn wahre Liebe ist nicht von einer Behinderung abhängig

    © Archimeda1

     

     

    Der vorgeburtlicher DNA-Test wird durch eine Blutuntersuchung gemacht

    Egal, was da wirklich geschieht, gibt es Niemanden das Recht zu entscheiden,
    ob ein kleines Wesen nicht nur wenige Tage, Wochen, Monate oder Jahre glücklich sein darf.

     

    Schaut in den Gesichtern der Kinder ->
    Welches möchtet ihr vor der Geburt schon töten, nur weil es anders ist ?

     

    Videolink

     

    [ Albert Einstein ]

    Der Horizont der meisten Menschen
    ist ein Kreis mit dem Radius null.
    Und das nennen sie ihren Standpunkt

     

     

    lg Archi

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  • Eine private Geschichte zum neuen Heckrinderbaby

     

    An diesem frühlingshaften 1. Weihnachsfeiertag entschlossen wir uns die ersten Kekskalorien abzulaufen

    Eine schöne weite Strecke hat man, wenn man zu den Heckrindern will. Der Weg ist zwar oft ziemlich matschig und sehr windig, aber mit geeigneten Wanderschuhen und dicker Parkajacke ist das nebensächlich.
    Nach ungefähr einer halben Stunde sahen wir die ersten Rinder bei der Futterstelle.
    Sie mampften Silo-Heu, und es roch einfach herrlich nach Bauernhof.

     

     

    Ich mag diesen süßlichen Duft, denn er erinnert mich an meine Kinderzeit in Ober-Österreich
    Viele Urlaube verbrachten meine Eltern in einer bäuerlichen Pension mit großem Hof und allerlei Tiere. Ich war eben erst 13 Jahre, und die Bauernfamilie hatte mich immer so behandelt, als ob ich ihr eigenes Kind gewesen wäre.
    Dazu gehörte natürlich ein nächtliches Aufstehen, damit die Schweine und Kühe als erstes versorgt werden konnten, denn Melkmaschinen gab es zum Glück noch nicht.
    Ich lernte Kühe mit der Hand zu melken, die Milch in den großen Kannen zu sammeln, und geburtshelferisch ein Kälbchen mitzuretten. Dieses Kälbchen war ein Junge, und ich durfte ihm seinen Namen geben. Es hatte später einen Sonderstatus, wenigstens so lange, bis wir abgefahren waren.
    Die kleinen Schweinchen sind besonders niedlich gewesen.
    Ich erlernte deren Futterzusammenstellung, wie man Jauche/Oddel ausfährt, und dass man erwachsene Ziegen nie ärgern darf. Sie sind nämlich wesentlich schneller, als 13-jährige auf einen Heuboden kraxeln können 😉
    Auf den Feldern wurden riesige Mengen Schweineborsten getrocknet, und ich habe nicht gefragt, woher sie kommen. Das war wohl besser so, denke ich.
    Die uralte Oma-Bäuerin lernte mich traditionellen Kuchen zu backen, der mir gleichaltrige Sohn zeigte, wie man mit einem Akkordeon Musik macht, und seine kleine Zwillingschwester spielte an den langen Abenden stundenlang Zitter mit einem ihrer großen Brüder.
    An diesen Abenden war die ganze Großfamilie zusammen. Es war die schönste Gemeinschaft, die ich jemals hatte kennenlernen dürfen. Seltsamerweise hat mich diese Familienenge nie gestört.
    Später war es leider nicht mehr möglich diese Pension zu besuchen. Wir blieben erst noch jahrelang durch Briefe in Kontakt, aber das kleine Mädchen verstarb durch Krebs hinter dem Auge, und mich als eine weitere Tochter konnten sie gedanklich nicht mehr ertragen.
    Egal, was passiert.
    Das Leben geht immer seinen eigenen Weg, einen vielleicht ganz neuen, den man erkunden kann oder ignorieren.
    Ich habe mich dazu entschieden alles zu erkunden, denn Ignoranz tötet nur die eigene Seele. Verblödung wäre wohl das richtige Wort …

    Etwas Neues ist immer eine Geburt, und damit bin ich wieder beim Thema Heckrinder
    Auf der großen Wiese sahen wir ein neues Baby.
    Es tapste erst folgsam seiner Mutter hinterher.

     

     

    Wie man sehen kann hat der kleine Mann schon viel mehr Erfahrungsdrang, als ihm seine Herde ihm in diesem Alter zugesteht 🙂

     

    Das Tierchen ist wirklich niedlich.

     

     

    lg Archi

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  • Liebe ist_ Erinnerungen bei Krankheit

     

    Heute Morgen war ich mit BG beim Doc, weil seine Nagelbettentzündung schlimmer geworden ist, und er dazu das Antibiotika nicht vertragen hatte.

    Seine Lippen waren schon sehr angeschwollen.
    So ähnlich sah sein Finger aus.

     

    Der Arzt schickte uns zum Chirurgen, und nach kurzem Blick auf BG´s Zeigefinger wurde dieser mit zwei Spritzen betäubt. Danach schnitt er einige Löcher mit einem Miniskalpell rings um das Nagelbett. Er drückte eine Menge Blut und Eiter heraus, und BG bekam einen riesigen Verband.

     

     

    Nun muss er seinen Finger hochhalten und dabei kühlen.
    Wenn die kleine OP ausreicht brauch er erst wieder am Montag zur Nachsorge zu kommen, ansonsten muss er morgen ins Krankenhaus.

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    Es geht mir heute aber nicht allein um BG´s Finger, sondern um den Partner [ oder Partnerin, oder von mir aus Ghost – man was nervt mich das korrekte Schreibgemuss …]
    Zu dieser Situation sehe ich noch sehr viel Handlungs- und Denkbedarf.
    Wenn nämlich der Partner irgendwie krank ist, kann er natürlich vieles nicht mehr.
    Das sollte eigentlich selbstverständlich sein.

    Ist das aber so ?
    Leider nicht.
    Der Grund ist, dass die viele Hilfe, die ein Partner täglich gibt,
    vielleicht nach einiger Zeit gar nicht mehr richtig wahrgenommen wird. Es ist schon zur Selbstverständlichkeit geworden, dass jeder seine Rolle perfekt beherschen muss.

    Ich habe mich heute bemerkt, dass ich oft gesagt hatte – ‚BG kannst du mal‘, oder ‚BG mach doch mal eben‘
    Warum ist mir denn nicht als erstes sein verletzter Zeigefinger im Gedächtnis geblieben ?
    Ich habe mich dafür geschämt.
    Mit jeder Frage wurde ich ein wenig kleiner und mir wurde bewusst, dass das ganze Chaos um uns in DD noch ein gutes Ende bringen kann.

    Am Schluss erinnerte mich an den Satz, den ich mal gemailt hatte, bevor BG mein Partner wurde.
         Danke, dass es dich gibt.
    Heute würde ich schreiben ->
         Danke, dass du noch da bist.

     

    meine Gedanken :

    [ Bertha von Suttner ]

    Nach “lieben” ist “helfen” das schönste Zeitwort der Welt.

     

    lg Archi

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  • Drei Bilder zum nachdenken

     

    Es ist sehr heiß in DD, und vorläufig soll es so bleiben.
    Auf dem Land wird das sicher sehr schön sein, aber in der Großstadt ist das eine Katastrophe.

     

    Ich habe heute drei Bilder als Netzfunde, die mich ziemlich berühren, weil ich keine Antwort darauf weiß.

     

    Freude oder Traurigkeit ?

     

    Wissen das die Teddybär-Spender ?


    Quelle

     

    Macht dieser Anblick Angst ?

    Egal, was passiert – Man darf trotzdem niemals aufgeben

                                                                             

    [ Theodor Fontane ]

    Trost

    Tröste dich, die Stunden eilen,
    Und was all dich drücken mag,
    Auch das Schlimmste kann nicht weilen,
    Und es kommt ein andrer Tag.

    In dem ew’gen Kommen, Schwinden,
    Wie der Schmerz liegt auch das Glück,
    Und auch heitre Bilder finden
    Ihren Weg zu dir zurück.

    Harre, hoffe. Nicht vergebens
    Zählest du der Stunden Schlag,
    Wechsel ist das Los des Lebens,
    Und – es kommt ein andrer Tag.

     

    lg Archi

     

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