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  • Syrische Gewohnheiten

     

    Wir haben heute mal einen Tag Pause gemacht und keine Schränke umgebaut. Das tat uns Beide gut, denn aus BG’s Knieverletzung wurde nun eine schmerzhafte Entzündung.

     

    Mein Sohn Dada und seine Frau Nati haben uns zum syrischen Essen eingeladen. Der Hintergrund war nicht nur ein schmackhaftes Essen sondern auch das Kennenlernen seiner neuen Freunde, eine syrische Familie mit drei Kinder.

    Wir hatten für den Grill Schweinebauch und Koteletts gekauft, Dada hatte Rindersteaks und Salat gemacht. Der Ehemann von Sereffa brachte auch noch einen selbstgemachten Salat, so wie man ihn in Syrien isst, während Nati eine syrische Lahmacun nach dem Rezept ihrer neuen Freundin bereitet hatte.

    Ich dachte immer, dass man dieses Gericht Lamakuhn ausspricht. Die Syrerin Sereffa nannte sie aber Lamaschin. Vielleicht wird es in arabischen Sprachgebieten anders sein, so wie ein Dialekt ? Es wäre nett, wenn sich mal jemand aus den besprechenden Ländern dazu melden würde.

     

    [ Edit 2.2.22 – Eine junge Türkin sagte mir heute, dass man in ihrem Land Lamaschunn sagt ]

     

    Von Nati bekomme ich bald das Rezept um dieses herrliche Gericht nachzukochen. Ich werde es dann bloggen, aber das dauert noch ein wenig.

     

    Zum Nachmittag gab es Kaffee und gesalzene Sonnenblumenkerne.


    [BG darf sie nicht, weil er AMD hat und Sonnenblumenöl seine Augen weiter schädigen würden]
    Wir drei Mädel und Dada knabberten sie, wobei es für mich Ungeübte nicht einfach war die Schale vom leckeren Kern zu trennen ohne das es ziemlich dämlich aussah.

    Man isst gesalzene Sonnenblumenkerne also folgendermaßen ->

    Die Kante der schmalen Kern-Spitze, hält man mit Daumen und Zeigefinger zwischen den Vorderzähnen, beißt vorsichtig zu und dreht die Schale ein wenig zur Seite. Wenn man das richtig kann, hat man dann den Kern im Mund und die Schale bleibt draußen in den beiden Fingern, die dann im extra Schälchen kommen, und NICHT auf den Boden gespuckt werden, wie hier in DD üblich …
    Ich sah bei den ersten Versuchen eher wie eine sabbernde Kuh aus. Nun habe ich eine halbe Tüte mit nach daheim bekommen um zu üben 

    Die Geschichte der Familie ->
    Es gibt Krieg in Syrien, aber nicht überall.
    In ihrer Gegend besaßen sie ein Haus und ein großes Grundstück. Nun wohnen Rebellen dort.
    Nach ihrer Flucht waren sie ca 1,5 Jahre in einem Asylheim. In der Zeit lernten sie Deutsch und schickten die Kinder in eine deutsche Schule.
    Die Kinder möchten in Deutschland bleiben, aber die Eltern möchten wieder nach Hause, weil es dort kein ‚MUSS‘ gäbe. Sie sagen, dass man in Deutschland immer alles müsse und man in Syrien frei wäre.
    Der Mann hatte gutes Geld verdient. Die Frau blieb daheim um den Haushalt und die Kindererziehung zu führen. In Syrien ist es üblich, dass die Frauen sich um das Wohl der Familie kümmern.
    So war das ja auch in Deutschland üblich, bevor die Frauen hier scheinbar etwas Falsches gefrühstückt hatten und zu männerfressenden Bestien mutierten.

    Hey ihr Emanzen ! Diese Frauen sind glücklich, wie es ist. Sie tragen kein Kopftuch, haben keinerlei Zwänge, wie geforderte Likes in FB, Instagram oder andere IchMussMichZeigenPortale. Wenn da ein Weib einen Entenkussschnabel macht und ihren Arsch zum Ficken in die Cam hält, passiert das genau so, wie sie es gewünscht hat. Wie bestellt, so geliefert …
    In Deutschland wird der angesexte Mann verurteilt, weil es sich seine Beute plötzlich anders überlegt hatte.
    Ich schreibe nicht von Vergewaltigung und Angrabscherei, meine unreifen Damen. Diese Taten sollten sehr hart und unnachgiebig bestraft werden. Ich meine, dass viele der angeblichen Mädchen sich wie Prostituierte benehmen, womit ich die echten Nutten nicht herabsetzen möchte. Wenn man sich aber selber auf kostenlosen Sex trimmt, brauch man sich nicht wundern wenn Freier erscheinen.

    Wie dem auch sei. Es war ein wunderschöner Tag
    Wir haben zusammen gegessen, viel gelacht und noch mehr erzählt. Mit der Sprachverständigung hat es noch ein wenig geholpert. Das ist verzeihlich.

    Wer kann entscheiden, welche Hand die syrische ist, oder die eines Flüchtlingswirtschaftsmigranten, der nur die Sozialsysteme abschmarotzt ? Darf man alle Flüchtlinge vervorurteilen ?

     

    Welche Hand ist die syrische, mit der man nichts teilen möchte ? Findet sie heraus und schreibt in die Kommentare 

     

    … übrigens, wenn Ihr wirklich überlegt, DANN seit ihr Nazis …

     

    lg Archi

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  • Zum ersten Advent

     

     

     

     

     

     

    [ Friedrich Wilhelm Kritzinger ]

    Es ist Advent

    Die Blumen sind verblüht im Tal, die Vöglein heimgezogen;
    Der Himmel schwebt so grau und fahl, es brausen kalte Wogen.
    Und doch nicht Leid im Herzen brennt: Es ist Advent!

    Es zieht ein Hoffen durch die Welt, ein starkes, frohes Hoffen;
    Das schließet auf der Armen Zelt und macht Paläste offen;
    Das kleinste Kind die Ursach kennt: Es ist Advent!

    Advent, Advent, du Lerchensang von Weihnachts Frühlingstunde!
    Advent, Advent, du Glockenklang vom neuen Gnadenbunde!
    Du Morgenstrahl von Gott gesendt! Es ist Advent!

     

    Ich wünsche meinen Lesern einen schönen ersten Advent.

     

    lg Archi

     

     

     

     


  • Osterwünsche

    Archi_Ostern 2019

     

     

     

    [ Novalis_Friedrich Freiherr von Hardenberg ]

    Es sind nicht die bunten Farben,
    die lustigen Töne und die warme Luft,
    die uns im Frühling so begeistern.
    Es ist der stille weissagende Geist unendlicher Hoffnungen,
    ein Vorgefühl vieler froher Tage des gedeihlichen Daseins
    so mannigfaltiger Naturen,
    die Ahndung höherer ewiger Blüten und Früchte,
    und die dunkle Sympathie
    mit der gesellig sich entfaltenden Welt.

     

     

    Ich wünsche allen Freunden und Lesern schöne Ostertage

     

     

    lg Archi

     

     


  • Kostenloser Bluttest auf Down-Syndrom_und was kommt danach ?!

     

               Jenny †

     

    Seit 2006 gibt es am 21. 03. (März) den Welt-Down-Syndrom-Tag.
    Es ist eine Erinnerung an alle Menschen mit Down-Syndrom, bei denen das 21. Chromosom bis zu 3mal vorhanden ist -> =21 zu 3x

    Ich möchte heute über meine kleine Freundin Jenny † schreiben.
    Als ich damals in eine neue Wohnung eingezogen bin, war da ein 4 jähriges Kind, dass ein wenig anders aussah. Der Kopf erschien mir ein wenig größer, der Mund war breitlich und die schrägen Augen erstrahlten in besonders heller Fröhlichkeit.
    Diese kleine Dame hieß Jenny, und ich gab ihr einen Dauerlutscher. Sie gab mir ihre kleine Patschhand als Dank, und von diesem Zeitpunkt an waren wir beste Freundinnen. Ihre Mutter erklärte mir später, dass Jenny ‚Mongoloid‘ wäre, und dass noch dazu ihre inneren Organe schneller wachsen würden, wie ihre Körperhülle.

    Jenny, ihre Mutter und ich hatten viele schöne Jahre.
    Wir gingen zusammen einkaufen, wurden dabei zwar oft dumm angeschaut, aber das störte uns nie. Eine Frau fragte uns, warum wir das Mädchen nicht gleich ‚entsorgt‘ hätten. Es sähe doch so anders aus, und sabbern würde es, und …
    Aus Gründen, die ich nur selber weiß, erspare ich meine Antwort hier im Blog.

    Jenny ging in eine normale Schule und wurde 8 Jahre alt.
    Sie starb nicht an ihrem Down-Syndrom, sondern an der anderen Krankheit -> weil eben ihre inneren Organe nicht so schnell wachsen konnten wie ihre Hülle.
    Ich möchte keinen Tag mit ihr vermissen.
    Ihr Tod war für sie eine Erlösung und für uns sehr traurig – aber sie hatte viele Jahre Liebe erfahren – und später sehen wir uns alle wieder.

     

    Mongolismus heißt heute ‚Trisomie 21′, und es wird wieder diskutiert, ob man ’solche Kinder‘ nicht gleich im Mutterleib töten sollte.

    Es gibt dazu verschiedene Methoden um die Mutter vor ‚ihrem behinderten Kind zu schützen‘

     

    Fruchtwasserpunktion_Die Fruchtwasseruntersuchung, etwa zwischen der 14. und 18. Schwangerschaftswoche möglich –
    Eine Hohlnadel wird über die Bauchdecke und Gebärmutterwand in die Fruchtblase gebracht – zum Ungeborenem – die Nadel ist sehr nah und kann das Kind verletzen …
    … welches schon Bewegung, Musik und anderes miterleben kann …

    19 Wochen sind fast 5 Monate!
    Das Kind, was nun entsorgt werden soll, weil sich Mutter nicht kümmern will, ist schon viel eher lebensfähig !

    Sollte das Kind behindert sein, ist eine Abtreibung bis theoretisch zum 9. Monat möglich, ohne dass man sich strafbar macht.
    Ein großes und weiteres Risiko wäre eine Verletzung des Kindes oder auch eine Fehlgeburt.

     

    meine Gedanken :

    Wer schon ein Ungegeborenes testet LIEBT NICHT,
    denn wahre Liebe ist nicht von einer Behinderung abhängig

    © Archimeda1

     

     

    Der vorgeburtlicher DNA-Test wird durch eine Blutuntersuchung gemacht

    Egal, was da wirklich geschieht, gibt es Niemanden das Recht zu entscheiden,
    ob ein kleines Wesen nicht nur wenige Tage, Wochen, Monate oder Jahre glücklich sein darf.

     

    Schaut in den Gesichtern der Kinder ->
    Welches möchtet ihr vor der Geburt schon töten, nur weil es anders ist ?

     

    Videolink

     

    [ Albert Einstein ]

    Der Horizont der meisten Menschen
    ist ein Kreis mit dem Radius null.
    Und das nennen sie ihren Standpunkt

     

     

    lg Archi

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  • Eine private Geschichte zum neuen Heckrinderbaby

     

    An diesem frühlingshaften 1. Weihnachsfeiertag entschlossen wir uns die ersten Kekskalorien abzulaufen

    Eine schöne weite Strecke hat man, wenn man zu den Heckrindern will. Der Weg ist zwar oft ziemlich matschig und sehr windig, aber mit geeigneten Wanderschuhen und dicker Parkajacke ist das nebensächlich.
    Nach ungefähr einer halben Stunde sahen wir die ersten Rinder bei der Futterstelle.
    Sie mampften Silo-Heu, und es roch einfach herrlich nach Bauernhof.

     

     

    Ich mag diesen süßlichen Duft, denn er erinnert mich an meine Kinderzeit in Ober-Österreich
    Viele Urlaube verbrachten meine Eltern in einer bäuerlichen Pension mit großem Hof und allerlei Tiere. Ich war eben erst 13 Jahre, und die Bauernfamilie hatte mich immer so behandelt, als ob ich ihr eigenes Kind gewesen wäre.
    Dazu gehörte natürlich ein nächtliches Aufstehen, damit die Schweine und Kühe als erstes versorgt werden konnten, denn Melkmaschinen gab es zum Glück noch nicht.
    Ich lernte Kühe mit der Hand zu melken, die Milch in den großen Kannen zu sammeln, und geburtshelferisch ein Kälbchen mitzuretten. Dieses Kälbchen war ein Junge, und ich durfte ihm seinen Namen geben. Es hatte später einen Sonderstatus, wenigstens so lange, bis wir abgefahren waren.
    Die kleinen Schweinchen sind besonders niedlich gewesen.
    Ich erlernte deren Futterzusammenstellung, wie man Jauche/Oddel ausfährt, und dass man erwachsene Ziegen nie ärgern darf. Sie sind nämlich wesentlich schneller, als 13-jährige auf einen Heuboden kraxeln können 😉
    Auf den Feldern wurden riesige Mengen Schweineborsten getrocknet, und ich habe nicht gefragt, woher sie kommen. Das war wohl besser so, denke ich.
    Die uralte Oma-Bäuerin lernte mich traditionellen Kuchen zu backen, der mir gleichaltrige Sohn zeigte, wie man mit einem Akkordeon Musik macht, und seine kleine Zwillingschwester spielte an den langen Abenden stundenlang Zitter mit einem ihrer großen Brüder.
    An diesen Abenden war die ganze Großfamilie zusammen. Es war die schönste Gemeinschaft, die ich jemals hatte kennenlernen dürfen. Seltsamerweise hat mich diese Familienenge nie gestört.
    Später war es leider nicht mehr möglich diese Pension zu besuchen. Wir blieben erst noch jahrelang durch Briefe in Kontakt, aber das kleine Mädchen verstarb durch Krebs hinter dem Auge, und mich als eine weitere Tochter konnten sie gedanklich nicht mehr ertragen.
    Egal, was passiert.
    Das Leben geht immer seinen eigenen Weg, einen vielleicht ganz neuen, den man erkunden kann oder ignorieren.
    Ich habe mich dazu entschieden alles zu erkunden, denn Ignoranz tötet nur die eigene Seele. Verblödung wäre wohl das richtige Wort …

    Etwas Neues ist immer eine Geburt, und damit bin ich wieder beim Thema Heckrinder
    Auf der großen Wiese sahen wir ein neues Baby.
    Es tapste erst folgsam seiner Mutter hinterher.

     

     

    Wie man sehen kann hat der kleine Mann schon viel mehr Erfahrungsdrang, als ihm seine Herde ihm in diesem Alter zugesteht 🙂

     

    Das Tierchen ist wirklich niedlich.

     

     

    lg Archi

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