Champignon im Hähnchenbrustfilet-Mantel

 

Für heute habe ich wieder etwas ganz Einfaches. Man kann es schnell vorbereiten und dann am nächsten Tag in den Backofen schieben.

Mein Rezept ist für 2 Personen, also müsst Ihr es bei Bedarf erweitern.
Man benötigt zwei Formen, die eine Backofentemperatur von 200 °C aushalten. Der Durchmesser sollte bis maximal 15 cm sein  [ <= Vergleich: die Längsseite einer Zigarettenschachtel ist um die 11 cm ] und dazu mit einer ungefähren Kantenhöhe 5 cm.
Archis Tipp: Für feuerfeste Förmchen gehe ich in den Zooladen. Neue Edelstahl-Tierfutterschüsseln sind nämlich dazu optimal, und rosten nie 😉
Der Durchmesser und die Kantenhöhe ist nicht wirklich wichtig. Es sollte nur nicht zu klein sein, denn das Gericht ist ‚LowCarb‘, was so viel heißt, wie satt werden ohne Kohlenhydrate  

 

Zutaten für zwei Personen:

2 Hähnchenbrustfilet
1 Becher Saure Sahne
1/2 frischer junger Gouda am Stück
1 Päckchen weiße Champignons
3 kleine Zwiebeln

Klarsichtfolie, Fleischhämmerchen, Öl zum einpinseln der Förmchen, Salz, schwarzer Pfeffer, Knoblauch- und Zwiebelgranulat, ein wenig Mayonaise,
essbare Deko, wie zb Gurken in dünne Scheibchen, Minitomaten und Lauchzwiebelringe …

Das Wetter war gestern schön, weil nämlich nicht zu heiß, und darum habe ich die Pilze auf dem Balkon geschnitten. Sie müssen für dieses Gericht wirklich sehr klein sein. Mit einem scharfen Messer ist das aber schnell geschafft. Aus den Lauchzwiebeln habe ich in dünne Ringe gemacht, die drei Zwiebeln wurde sehr klein gewürfelt, und alles kam sofort in den Kühlschrank.

 

 

Auf der Arbeitsplatte musste ich nun das Hähnchenbrustfilet künstlich vergrößern. Dazu nimmt man ein sehr scharfes Messer und schneidet an dickster Stelle vorsichtig zur Seite, aber nicht durch. Das macht man rechts und links – uns so wird aus dem dicklichen Hähnchenbruststück eine größere Fläche. Unter eine Plastikfolie, wie zB einen aufgeschnittenen Gefrierbeutel, wird mit dem Fleischhämmerchen das Hähnchenbrustfilet weiter vergrößert und zusätzlich zart geklopft. Einmaliges Wenden ist von Vorteil.
Die Schüsseln werden mit Öl ausgefettet.

 

 

Eine Pfanne wird erhitzt und darin die Zwiebeln und Pilze angeschmort. Ein Päckchen Saure Sahne, Salz, Pfeffer und Knoblauchgranulat kommt dazu. Die Garzeit ist ca 35 Minuten, und man sollte so alle 10 Minuten einmal umrühren.

 

 

Das geklopfte Hähnchenfilet wird nun in den Schüsseln ausgebreitet. Die Pilzmischung kommt hinein. Die überhängende Reste des Hähnchenstücks werden zugeklappt. Mit ein wenig Mayonnaise wird abgepinselt, denn dieses sorgt dafür, dass das Stück Fleisch nicht austrocknet. Obendrauf kommt nun frisch gehobelter Jung-Gouda. Fertig geraspelter Käse schmeckt nicht. Er ist nämlich alt und trocken. Er sieht nur noch aus wie Käse, weil gelb …

 

 

So, das wäre der Moment, wenn Ihr diese Schüsselchen einfach in den Kühlschrank für den anderen Tag geben könntet um Euren Besuch zu beglücken.

Ich habe natürlich fertig gebacken um ein Ergebnis zu zeigen.

Die Geflügelschüsselchen werden kalt in den Backofen geschoben

1. 200 °C 10 Minuten/ Umluft
2. 160 °C 30 Minuten/Umluft
3. 200 °C 10 Minuten/Umluft mit Grill

Wer keine Umluft hat rechnet einfach 10 Minuten dazu, muss aber öfters schauen, wie heiß der Backofen wirklich wird.

Nach der Garzeit stelle ich den Timer auf 10 Minuten. Diese Abkühlzeit ist ausreichend um den eventuell angeklebten Käserand mit einem Messer zu lösen. In einer großen Tasse sammele ich die Restflüssigkeit für spätere Soßen. Ich schütte sie ab, und stelle sie kühl.

Ich halte nun einen Teller darüber, dreh die Schüssel auf diesem Teller um, und wende mit einem zweiten Teller gleich noch einmal. Somit liegt die schöne Kruste wieder oben.

 

Auf dem nächsten Bild habe ich zum Gericht noch die Tasse mit der Restflüssigkeit gestellt. Diese ist gut einfrierbar und ein gesunder Soßenansatz, ohne Chemie und ‚Geschmacks-Verwirrer‘.

 

Zum Schluss zeige ich noch, dass sich diese kurze Arbeit wirklich gelohnt hat:

 

Low Carb_ Wer will denn da noch Brot zu haben
© Archimeda1

 

 

Guten Appetit

 

 

 

lg Archi

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6 Responses to Champignon im Hähnchenbrustfilet-Mantel

  1. Das Gericht ist simpel und sehr leicht nach zu brutzeln, aber es ist nicht spritzig, also es beschmutzt nicht den Backofen, denn es gibt ja Leute, die ihren Backofen nie benutzen, weil er könnte ja dreckig werden…

    ( Insider-Witz . )

    Und es ist super lecker.

     

    BG

    • Bei deiner langen Kommentarzeit hatte ich schon gedacht, dass du dir Neues als Schüssel-Input ausdenkst. So, wie zb mit Spinat oder mit Paprika, Zuchini mit gaanz viel Knofi 😉

      Archi

      • Du bist doch das "Ich probier mal was neues aus" und ich dein dankbares Versuchskarnickel.

        Ich freue mich schon auf die nächste Kreation.

        BG

  2.   Geht schon los …

  3. Hi Uli,

    die Zubereitung des Hähnchenbrustfilets im Champignon-Mantel hast Du so gut beschrieben, dass einem schon beim Lesen der große Appetit kommt. Und BG hat es gut, weil er immer 5-Sterne-Küche vorgesetzt bekommt.

    Die Idee mit den Futternäpfen finde ich toll. Wenn ich wieder in Berlin bin, kaufe ich mir auch welche. Vielen Dank für den Tipp. Ich esse heute den ersten Zucchini aus dem Garten, zerkleinert, geschmort mit Zwiebeln und Knoblauch, untergerührt Tomatenketchup und saure Sahne.

    LG Joachim

  4. Hi lieber Joachim
    Danke für dein Lob. Falls ihr in Berlin Tedi, so einen netten Ramschladen habt, da sind die Schüsselchen besonders günstig
    Zucchini aus dem Garten schmecken auch viel viel besser, als aus dem Laden. Dein Rezept werde ich trotzdem probieren, denn Ketchup und Saure Sahne dazu kenne ich noch nicht.
    Ich wünsche dir dann schon einmal einen guten Appetit  

    lg Uli