Lehrbienenstand_Rombergpark

 

Im /Dortmund gibt es seit Jahren einen Lehrbienenstand

Wir gehen dort immer wieder gerne hin, denn man darf hautnah den Imker beobachten, wie er vorsichtig die Bienen kontrolliert indem er alle Trennwände aus dem Bienenkasten hervorholt.
Man lernt quasi spielerisch immer Weiteres über Bienen und deren Artgenossen.

 

 

Die netten Frauen verkaufen derweil verschiedene Honigsorten, Bonbons und besonders liebevoll gemachte Bienenwachsfiguren. Wer Zeit hat kann für wenig Geld leckeren selbstgemachte Kuchen und Kaffee genießen.
Wir nehmen uns immer extra viel Zeit für diesen Besuch

 

Draußen im Garten stehen historische Bienenkörbe

 

 

Im Laden sind verschiedene Schaumöglichkeiten aufgestellt, und man kann von außen sowie innen den regen Flugverkehr und Arbeitsaufteilung beobachten.

 

 

Karl von Frisch hatte 1914 durch Experimente nachgewiesen, dass Bienen Farben erkennen und sie voneinander unterscheiden können.
Die sogenannten Bienenfarben sind allerdings nicht menschengleich sondern unterscheiden sich durch eine Sichtbarkeitssehung des UV-Lichts. Eine sieht zB ‘Rot’ in Bienenschwarztöne, und das menschliche ‘Weiß’ eher gelblich. Blautöne sind ähnlich, wie beim Mensch.

 

 

Da Bienen Licht aus dem ultravioletten Bereich des Spektrums wahrnehmen bevorzugen sie Blüten mit viel Grün, denn diese Blüten reflektieren besonders viel UV-Licht, und zeigen ihnen so ‘Landeplätze’ an. Durch diese Eigenart werden selbst kleinste Blüten bestäubt.

Es gibt für mich noch viel zu erlernen.
Besonders interessiere ich mich für die Bienensprache, die durch kreisende Tänze ausgeübt wird. Dazu gibt es für Fachkundige den Tanzwinkelmesser, den ich bisher noch nicht richtig verstehe.

 

 

Was mich immer ein wenig schockt ist die kurze Lebensdauer einer Biene.
Die männliche Biene /Drohne wird spätestens im Sommer aus dem Bienenstock gedrängt, und Männchen, die ihre Königin befruchtet hatten sterben sofort.

Während die Königinnen bis zu 5 Jahre alt werden, leben die fleißigen Hönigsammlerinnen oft nur wenige Wochen, je nach Jahreszeit. Junge Bienen leben mehrere Monate, wenn die Winter-also Ruhezeit eingetroffen ist.

Man könnte demnach also vermuten, dass sich die Biene zu Tode gearbeitet hat …

 

 

 

lg Archi

 

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4 Responses to Lehrbienenstand_Rombergpark

  1. Es ist ein interessantes Gebrumme, wenn die Bienenkörbe kontrolliert und gereinigt werden.
    Der Imker dort arbeitet im Insekten-Schutzanzug. Die meisten Imker arbeiten, glaube ich, ohne Schutzanzug mit den Bienen. Hier im Lehrbienenstand muß sich der Imker vor den Zuschauen schützen. Denn es gibt auch mal Irre, die schlagen gegen die Sichtscheiben und dann werden die Biene nervös und angriffslustig .

    BG

    PS: Propolis kann man dort auch kaufen

    • Das Propolis wurde durch Alkohol gelöst. Nach deinem Hinweis versucht er eine Wasserlösung.
      Das sind gute Menschen, die sich so um Kleintiere kümmern.

      Archi

  2. Guten Abend Uli,
    ich hoffe, dass dieser Lehrbienenstand von vielen Menschen besucht wird, denn er vermittelt den Menschen genaue Kennnisse über das Leben dieser wertvollen Insekten.
    Hier bei uns habe ich so etwas noch nicht entdeckt. Die Arbeitsbienen haben wohl so eine Art Ausbildungslaufbahn zu absolvieren bis hin zu Pollen- und Nektarsammlerinnen. Z.B. sind sie eine zeitlang erst mal Reinemacherinnen im Stock. Ein hoch entwickeltes soziales System. Allerdings eine Monarchie (lach!). Ein ausgezeichneter Bericht. :good: Vielen Dank!
    LG Joachim

    • Hallo Joachim
      Google sagt, dass in deiner Nähe der Lehrbienenstand Marienfelde am südlichen Stadtrand des Bezirks Tempelhof, in der Naturschutzstation der Naturwacht Berlin e.V. ist.
      Die DD´ler sind nicht sehr naturbewusst. Da ist es ziemlich leer, wenn nicht gerade eine Schulführung ist. So bleibt genug Zeit den Imker verschiedene Fragen zu stellen 😉
      lg Uli