Das Damwild hat eine weiche Zunge

 

Heute waren wir im Wald. Unser Ziel war es weit nach oben zu spazieren um zum Damwild zu kommen.

Zu einer der der Vorgeschichten > ‘Beknackte Rehe’  KLICK

 

Schon kurz nach der ersten Steigung sah man, dass sich der Grundwasserspiegel ein wenig erholt hatte.

 

Selbst die kleinen Bäche, die es hier in fast allen Wäldern gibt, waren gut gefüllt

 

 

Das war auch arg notwendig, denn der viel zu lange und heiße Sommer war für die eine Katastrophe. Viele Tiere verloren ihren feuchten Lebensraum. Besonders Frösche hatten es schwer sich zu vor dem Austrocknen schützen.
Der wenige Regen wurde gierig von den Baumwurzeln aufgesogen, so dass die Blätter nicht ganz vertrockneten.

Nach ziemlich steilen Aufstieg waren wir an dem großen Teilstück des Waldes, der mit Stacheldraht gut abgesichert ist, damit sich niemand an dem Damwild vergreift.

Ein älters Ehepaar leerte eben mehrere ihrer Brottüten, indem sie den Inhalt über den Zaun schütteten.
Das hat mich sehr verärgert, und ich sagte ihnen, dass Brot für fast alle Tiere zwar schmackhaft ist, aber oft zu Lähmungen führt. Ihre Reaktion war natürlich abwehrend. Sie hätten schon immer Brot verfüttert, und überhaupt, was ich mich einmischen würde …
Das sind so Momente, bei denen mir wieder klar wird, dass es vielen Leuten nicht darum geht die Tiere gut zu versorgen, sondern nur um ihren eigenen Zuguckspaß.
Unter der Hand geflüstert sage ich, dass viele dieser Idioten seltsamer Weise rote Kleidung tragen, achtet mal darauf. Rot ist eben in verschiedenen Richtungen eine Warnfarbe

 

Als das Ehepaar weg war lockten wir einen Damhirsch mit kernigen Haferflocken. Haferflocken sind naturbelassen, und werden immer gerne genommen.

 

Nach zögerlichem Probieren –>

–> streckte er die große Zunge heraus um meine Hand genüsslich abzulecken.

 

Eine Damhirschzunge ist übrigens nicht rauh, sondern sehr weich 

 

Einen schönen Sonntagabend wünsche ich Euch

 

lg Archi

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2 Responses to Das Damwild hat eine weiche Zunge

  1. Es war schön zu sehen, dass die Natur endlich wieder genug Wasser bekommen hat.

    Der Hirschbock hat Anfags nur kurz probiert, ging dann erst einmal 2 Schritte weg. Er kaute und kaute und dann kam er an und bettelte regelrecht nach mehr. Und dann leckter er Uli´s Finger genüsslich ab.

    BG