• Tag Archives archisphantasia
  • Waldweg_Träume

     

     

     

    [ Giacomo Leopardi ]

    L´Infinito
    Immer lieb war mir dieser einsame Hügel und das Gehölz,
    das fast ringsum ausschließt vom fernen Aufruhn der Himmel den Blick.
    Sitzend und schauend bild ich unendliche Räume jenseits mir ein
    und mehr als menschliches Schweigen und Ruhe vom Grunde der Ruh.
    Und über ein Kleines geht mein Herz ganz ohne Furcht damit um.
    Und wenn in dem Buschwerk aufrauscht der Wind, so überkommt es mich,
    dass ich dieses Lautsein vergleiche mit jener endlosen Stillheit.
    Und mir fällt das Ewige ein
    und daneben die alten Jahreszeiten
    und diese daseiende Zeit, die lebendige, tönende.
    Also sinkt der Gedanke mir weg ins Übermaß.
    Untergehen in diesem Meer ist inniger Schiffbruch.

     

     

    lg Archi

    ***************************************


  • Buhunt sind schohon die Wäheelder

     

    Vorsicht Deutsch

     

    Heute war es sehr warm und darum fuhren viele Leute wieder ihr Auto mit offenem Verdeck durch die Gegend.

    An den Ampeln hat man dann deren Musik, oder besser gesagt, diese Töne, die als solche bezeichnet werden.
    Ich höre alles leider unfreiwillig mit, weil meine Hyperakusik kein weghören zulässt .
    [ Hyperakusis ist aber nichts Schlimmes, sondern einfach eine Überhörigkeit, und nicht das, was Wiki dazu schreibt, nämlich eine ‚krankhafte Überempfindlichkeit gegenüber Schall‘ … ]
    Als Kind fand ich sowas eher witzig, denn ich bekam so manche Gespräche von den Lehrerinnen mit, die äußerst amüsant waren

    Hier in DD hört man meistens Sprechgesänge, die sich dann Musik nennen.
    Mit Rap, Hiphop und ähnlichen Töne kann man sich weg träumen, wenn man noch nicht genug geistig umnachtet ist. Die meistens gewaltverherrlichende Texte lassen allerdings eher vermuten, dass die Umnachtung möglichst zügig gestoppt werden sollte.

    Ich frage mich, warum diese Stotterei nicht mehr heilbar ist. Das war es doch früher …

     

    Jetzt aber zu einer Herbstmusik mit noch modischer Melodie

    -> Damit das deutsche Menschlein wenigstens noch einmal mitsingen kann,

    wenn schon ein Waldbesuch kaum noch möglich ist.
    … und das nicht nur aus der Tatsachenfeststellung, dass es kaum noch Wälder gibt, sondern wegen,

    dieser abartigen anderen Gefahr – und damit meine ich nicht die echten Wölfe …

     

    Text

    Bunt sind schon die Wälder,
    Gelb die Stoppelfelder,
    Und der Herbst beginnt.
    Rote Blätter fallen,
    Graue Nebel wallen,
    Kühler weht der Wind.

    Wie die volle Traube
    Aus dem Rebenlaube
    Purpurfarbig strahlt!
    Am Geländer reifen
    Pfirsiche, mit Streifen
    Rot und weiß bemalt.

    Flinke Träger springen,
    Und die Mädchen singen,
    Alles jubelt froh!
    Bunte Bänder schweben
    Zwischen hohen Reben
    Auf dem Hut von Stroh.

    Geige tönt und Flöte
    Bei der Abendröte
    Und im Mondesglanz;
    Junge Winzerinnen
    Winken und beginnen
    Frohen Erntetanz.

     

    zum hören und mitsingen ->

    Videolink

     

    Das war schön, oder ?

    Noch was fürs Auge um vom Elend abzulenken, macht eine fast heile Welt, in der man weiter schlafen kann.

     

     

     

    meine Gedanken :

     

    [ Christian Friedrich Hebbel ]

    Alles wird uns Genuß,
    so schön ist das Leben gerundet,
    selbst der Tod;
    denn der Schlaf ist der genossene Tod.

     

    lg Archi

    *******************************************