Ramazan pidesi mit Grillkotelett, Kräuterbutter und Zaziki

 

Nachdem wir mit Sohn Daniel und Frau Natalie schon origniales Syrisches mit Hackfleisch [ Lahmacun ] gefuttert haben, und ich gelernt habe salzige Sonnenblumenkerne so zu essen, dass ich nicht gleich für bescheuert gehalten werde, wage ich mich heute mal an ein Türkisches Fladenbrot,
denn es duftet hier überall nach dieser frischen Hefeleckerei.

 

Diese kleine Fladenbrote gibt es in der Türkei nur zu Ramadan.
Es wird dort in großen Mengen gebacken und schmückt die Bäckerei-Fenster, denn sie werden kurz vor dem Fastenbrechen produziert. Alles duftet herrlich, und es ist nicht schwierig sie nachzumachen. In Deutschland werden diese Brote fast durchgehend angeboten.

Zutaten:

Einmal-Handschuhe

300 ml lauwarmes Wasser
1/2 Würfel frische Hefe
1 Teel Zucker

2 Teel Salz
450 gr Mehl
3 Eßl Olivenöl

Sesam, Schwarzkümmel, Eigelb, Hartweizengrieß

Die meisten Zutaten hat man wohl im Haus.
Da mein Schwarzkümmel noch nicht nachgeliefert wurde habe ich ihn durch Cumin (Kreuzkümmel) und ’normalen‘ Kümmel ersetzt.
Sesamsaaten habe ich immer im Haus.
Sesam wird in einer erhitzten Pfanne, ohne Öl, unter ständigem Wenden gebräunt. Das dauert nur wenige Minuten.

 

Dieses Mal schreibe ich so auf, dass man es gleich nachmachen kann.
Vergesst nicht die Handschuhe. Erstens ist es hygienischer und zweitens immer noch … 

 

300 ml lauwarmes Wasser gebe ich in ein hohes Gefäß.
Dazu kommen dann ca 1 Teelöffel Zucker und 1/2 Frischhefewürfel, also 21 Gramm, Ersatzweise eine Tüte Trockenhefe.
Traut Euch ruhig an die frische Hefe. Wenn man darauf achtet, dass es keinen Durchzug im Zimmer gibt, also alle Fenster zu sind, kann nichts Schlimmes passieren. Es schmeckt wesentlich besser, riecht aromatischer, und der Teig ist besonders fluffig_was das auch heißen mag…  

 

Diese Mischung wird mit einem Plastik- bzw Holzlöffel [Metall tötet Hefen] gut umgerührt, sodass sich die Hefe darin auflöst.
Ein wenig Frischhaltefolie deckt das Gefäß ab, und ich stelle den Timer auf 10 Minuten.
Diese Zeit nutze ich um das Mehl auszuwiegen.

Jetzt ist es wichtig, dass Ihr die Reihenfolge einhaltet, damit die Hefe aufgehen kann.

In einer großen, ca 3 Liter-Plastik-Schüssel gibt mann zuerst 2 Teelöffel Salz und erst darauf dann 450 gr Mehl. Das Salz darf nicht sofort mit der Hefe in Berührung kommen. Ihr wisst ja nun, dass Hefe empfindlich ist …
In dieser Mehlmasse macht Ihr eine kleine Vertiefung. In diese kommt ein wenig, so ca 1,5 Eßlöffel gutes Olivenöl, und wenn die 10 Warte-Minuten des Hefe-Zuckerwassergemisches rum sind, mixt ihr mit den Knethaken das Mehl, während Ihr das Gemisch vorsichtig einlaufen lasst.
Nach kurzen Minuten ist schon alles gut durchmischt.
Nun wird die Schüssel mit Klarsichtfolie abgedeckt. Ich lege zusätzlich ein Handtuch drüber, dass wirklich keine Luft rein oder raus kann.

Der Teig muss nun 50 Minuten ruhen, damit die Hefe wirken kann.

 

 

Der Backofen wird auf 200 °C Umluft gestellt.
Ein großes Backblech bestückt man mit Backfolie.
Darauf wird Mehl und ein wenig Kümmel gestreut. Zum Originalrezept gehören noch einige Krümmel Hartweizengries darauf, aber auch das ist bei mir aus. Ich habe ein wenig mehr anderen Kümmel genommen.

Nach der Garzeit des Teiges bereite ich die Arbeitsplatte mit einer bemehlten Backunterlage vor.
Mit gut bemehlten Handschuhen (!) hole ich den Teig vorsichtig aus der Schüssel, bestäube ihn nochmal mit ein wenig Mehl und knete ihn mit der Hand kurz durch. Danach teile ich ihn in zwei Hälften, forme Bällchen, drücke sie platt und lege sie auf das so vorbereitetes Backblech.
Nach erneuter Ruhezeit von 30 Minuten nehme ich ein Holzstielende oder Vergleichbares, tunke es in Olivenöl und mustere meine Fladen so wie ich es möchte.

 

 

 

Ein Eigelb wird mit Olivenöl vermischt. Die gemusterten Fladen werden damit soweit angepinselt, und mit Kümmel und geröstetem Sesamen bestreut, wie man es mag.

 

 

Backzeit erst bei 200 °C Umluft für 10 Minuten und noch weitere 10 Minuten bei 180 °C

 

 

Schaut mal, wie fluffig sie im Innern sind 

 

 

 

Dazu habe ich heute Nackenkotelett als Grillfleisch, selbstgemachte Kräuterbutter

und

1 Gurke fein hobeln, mit 500 gr Quark und 6 kleingeschnittenen Knoblauch mischen.
Abgeschmeckt wird mit Salz, Dill und verschiedene Pfeffersorten – kühl stellen, fertig

 

Multikulti gilt eben für Alle

 

Das Türkische Fladenbrot habe ich in mehrere Stücke geschnitten und dann kurz mitgegrillt.

Als essbare Deko habe ich heute eine rote Peperoni, ein Erdbeerbblatt, drei frische Pfefferminzblätter und Waldmeistergrün. Waldmeister nur vorsichtig verwenden. Er ist in großen Mengen unbekömmlich.

 

 

 

 

Guten Appetit

 

 

lg Archi

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2 Responses to Ramazan pidesi mit Grillkotelett, Kräuterbutter und Zaziki

  1. Das ist so etwas von lecker und das ganze auch noch frisch… Unbeding wiederholungsbedürftig.

     

    BG

  2. Archi says:

    Jo, da ist aber noch gut was übrig. Das  gibt es dann den anderen Tag 

    Archi