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  • Der erste Tierarztbesuch_Babykatze

     

    Gestern abend waren wir bei der netten Tierärztin, die auch für unsere Kaninchen zuständig ist.

    Diese Dame ist nicht nur überaus freundlich sondern dazu noch äußerst sachverständig. Naturheilverfahren und Akupunktur sind nur zwei der vielen Leistungen, die in dieser Praxis angeboten werden. Das Personal ist genauso freundlich und zuvorkommend, und wer mich anschreiben möchte bekommt gerne ihre Telefonnummer und Adresse. Bei dieser TA ist Jeder und jedes Tier im Bereich Dortmund gut aufgehoben.

    Es war Coras erster Termin
    Abgeklärt werden, sollte die Rasse (wegen dem Futter und Verhalten), das Alter und natürlich musste noch geimpft und entwurmt werden.
    Wenn eine Katze Würmer hat ist das nicht ein wirkliches Drama sondern nur unschön, kann aber gut behandelt werden. Falls sich allerdings unsere 4 Kaninchen mit Würmern anstecken, ist das eine lebensbedrohliche Situation für die Hopser.
    Es ist darum immer wichtig auf beide Tierarten und deren Wechselwirkung zu achten.

    Wir bekamen von Daniel eine große Katzentransportbox mit einem dicken Badehandtuch. Wir legten noch eine flauschige Fleecedecke hinein damit das Babykätzchen nicht frieren muss, denn es muss noch erst in die Box hineinwachsen.

    Cora wurde mit der Transportbox gewogen.
    Das ist auch bei Kaninchen so. Bei der Behandlung kommt dann eine Hilfe, wiegt die Box seperat und so hat man das exakte Gewicht des Tieres.
    800 Gramm wurden ermittelt, das ist schon eine gute Steigerung zu den anfänglichen 695 Gramm vor 7 Tagen.
    Die TA untersuchte das Bäuchlein, die Öhrchen und die Zähnchen. Sie schaute auf die Genitalöffnung, denn bei so jungen Kitten ist es noch nicht wirklich sicher welches Geschlecht sie haben.
    Sie sagte, dass Cora höchstens 8 Wochen alt wäre, und es gut war, dass Daniel sie von der schlechten Familie abgekauft hatte, weil die eigentliche Katzenmutter wohl zu weiteren Zuchtzwecken missbraucht wurde.
    Ein Katzenbaby, sollte wie alle anderen Tier-Babies, nicht unter 12 (!) Wochen vermittelt werden, weil die Muttermilch sie vor späteren Krankheiten schützt.
    Es ist unverantwortlich Tiere als zusätzlich Geldeinnahme zu nutzen !

    Nun, Cora ist jetzt bei uns, und wir werden versuchen alles Erdenkliche zu tun, damit sie ein gesundes und langes Leben bekommen kann.
    Sie ist noch so klein und unschuldig, obwohl sie ihre spitzen Zähnchen schon gut einsetzen kann, wenn sie etwas erbetteln möchte.

     

    Was gibt es sonst noch ?
    Ach ja, die Tierärztin sagte uns noch, dass man keine teure Katzenmilch kaufen muss.
    Katzenmilch ist einfach ‚Laktosefreie Milch‘, und das wäre die billigere Variante.

    Die erste Schutzimpfung war gegen Tollwut, Katzenseuche, Katzenschnupfen und Katzenleukose (FelV)
    Zusammen mit der ersten Wurmkur hat es ca 43 Euro gekostet, und muss nach 4 Wochen wiederholt werden

    Zu 99 % sei Cora eine Perserkatze, weil das Wuschelfell und die Haarsträhnchen an den Öhrchen ein Merkmal wären. Dazu käme noch das Gesichtchen, mit den Tränenkanälen an den Augen, die wir immer schön sauber halten müssten. Die Augenfarbe würde sich auch noch oftmals ändern.

     

    Gegen eine echte Perserkatze spräche das zu geringe Gewicht in dem Alter – aber wie gesagt ohne Muttermilch könne alles anders sein.

    Sie empfahl uns mit Cora weitere Ausflüge in dieser Katzenbox zumachen, ohne dass es zum Doc gehe, damit keine Angstreaktionen entstehen würde.
    Es sollte danach immer eine besondere Belohnung geben.

    Unsere Belohnung für diesen ersten TA-Tag war ein Kratzbaum für Kitten
    Zu Fotozwecke stellte ihn BG vor einem Vorhang auf, und Cora zeigte gleich, wo man dann als Kätzchen zu sitzen hat.

     

     

    Aber irgendwann wird selbst das stärkste Kätzchen müde, und es bleiben nur noch die runden Kulleraugen –
    nämlich kurz vor dem Einheiern – auf den unteren Ebenenen  🙂

     

     

     

    lg Archi

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  • Die Probierkatze

     

    Heute Morgen bekam ich einen Anruf auf meinem Handy mit Bitte um dringende Meldung

    BG und ich waren Hasengemüse kaufen, und so hat es noch eine ganze Weile gedauert bis ich zurückrufen konnte.
    Ich war ganz erstaunt, dass es der Tierschutzverein war-> ‚Wir möchten doch mal kurz vorbeikommen, weil es da ein Problem-Tierchen geben würde‘

    Wir dachten, dass sie wieder ein Not-Kaninchen oder vielleicht einen anderen Kleinnager, wie Maus, Ratte oder Hamster vermitteln wollten, denn wir haben zur Zeit 2 große Terrarien frei.
    Erstaunt waren wir dann allerdings, dass die Chefin persönlich mit uns sprechen wollte.
    Sie ging mit uns in die Katzenaufnahmestation und zeigte auf eine mittelgroße Box in welcher ein altes, verknubbeltes Stoffkörbchen und einige Decken waren. Sie buddelte darunter eine Katzendame hervor, die sehr verängstigt ausschaute, und wohl auch nicht so richtig sehen konnte, denn die Äuglein waren nicht so ganz klar, wie sie hätten sein müssen.

    Die Geschichte dazu ->
    Diese Wohnungs-Katzendame ist 7 Jahre und lebte die ganze Zeit bei einer älteren Dame, die jetzt leider verstorben ist. Deren Kinder haben Hunde, die das Kätzchen nicht mögen, und so landete es heute im Tierheim.
    Das Tierchen hat ziemliches Übergewicht, und so wäre es erklärbar, dass es Augenprobleme hat.
    Die Chefin bat um einen Versuch, unsere Kaninchen und die Katze zu vergesellschaften.

    Wir sagten natürlich zu  obwohl wir noch einige Bedenken haben.
    Die drei großen Kaninchen sind sehr sozial, aber die kleine Flummi ist ziemlich herrsch-und eifersüchtig und beißt gerne mal kräftig zu.
    Wie wird darauf eine 7-jährige Katzendame reagieren ?
    Da wären auch noch die Dachfenster, die abgesichert werden müssen, diverse Pflänzchen die weg müssen, und natürlich gibt es noch den hohen Balkon.

    Nächste Woche wird die Tierärztin erst eine Kotprobe nehmen, das Kätzchen dann chippen und impfen. Wenn alles positiv verläuft, kommt eine Tierschutzmitarbeiterin und bringt uns das Tierchen zur Probe.
    Ich glaube, dass die ersten Stunden schon zeigen, ob sich alle Tiere untereinander verstehen.

    Wünscht uns bitte Glück, denn eine so ‚alte‘ Katzendame, gerade noch mit eventuellen Augenproblemen,  ist nur schwer vermittelbar.

     

    lg Archi

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  • Das Damwild hat eine weiche Zunge

     

    Heute waren wir im Wald. Unser Ziel war es weit nach oben zu spazieren um zum Damwild zu kommen.

    Zu einer der der Vorgeschichten > ‚Beknackte Rehe‘  KLICK

     

    Schon kurz nach der ersten Steigung sah man, dass sich der Grundwasserspiegel ein wenig erholt hatte.

     

    Selbst die kleinen Bäche, die es hier in fast allen Wäldern gibt, waren gut gefüllt

     

     

    Das war auch arg notwendig, denn der viel zu lange und heiße Sommer war für die Natur eine Katastrophe. Viele Tiere verloren ihren feuchten Lebensraum. Besonders Frösche hatten es schwer sich zu vor dem Austrocknen schützen.
    Der wenige Regen wurde gierig von den Baumwurzeln aufgesogen, so dass die Blätter nicht ganz vertrockneten.

    Nach ziemlich steilen Aufstieg waren wir an dem großen Teilstück des Waldes, der mit Stacheldraht gut abgesichert ist, damit sich niemand an dem Damwild vergreift.

    Ein älters Ehepaar leerte eben mehrere ihrer Brottüten, indem sie den Inhalt über den Zaun schütteten.
    Das hat mich sehr verärgert, und ich sagte ihnen, dass Brot für fast alle Tiere zwar schmackhaft ist, aber oft zu Lähmungen führt. Ihre Reaktion war natürlich abwehrend. Sie hätten schon immer Brot verfüttert, und überhaupt, was ich mich einmischen würde …
    Das sind so Momente, bei denen mir wieder klar wird, dass es vielen Leuten nicht darum geht die Tiere gut zu versorgen, sondern nur um ihren eigenen Zuguckspaß.
    Unter der Hand geflüstert sage ich, dass viele dieser Idioten seltsamer Weise rote Kleidung tragen, achtet mal darauf. Rot ist eben in verschiedenen Richtungen eine Warnfarbe

     

    Als das Ehepaar weg war lockten wir einen Damhirsch mit kernigen Haferflocken. Haferflocken sind naturbelassen, und werden immer gerne genommen.

     

    Nach zögerlichem Probieren –>

    –> streckte er die große Zunge heraus um meine Hand genüsslich abzulecken.

     

    Eine Damhirschzunge ist übrigens nicht rauh, sondern sehr weich 

     

    Einen schönen Sonntagabend wünsche ich Euch

     

    lg Archi

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  • Menschen und Tiere brauchen Salz um nicht zu sterben

     

    Im Internet wird seit neuestem diskutiert ob ein Tier nun einen Salzstein brauch oder nicht.
    Die Antwort darauf ist ein eindeutiges JA.

    Momentan scheint es so zu sein, dass man alles als falsch und ungesund erklärt, was für Mensch und Tier eigentlich lebensnotwendig ist.

    Dazu gibt es für mich nur drei wichtige Fragen ->

    1. Geht es nur darum etwas anders zu machen, weil altbewährtes eh immer nur blöde ist ?
    2. Geht es um Regulierungswut, weil man mit einer Machtposition über andere bestimmen kann und damit verschiedene Grenzen austesten will ?
    3. Will man absichtlich einen Schaden herbeifügen, damit das Lebende eher stirbt, und der Rest noch vorher Profit abschöpfen kann …

    Wie Ihr gemerkt hat, geht es nicht nur alleine um die Langohrhüpfer, sondern auch um die Menschen.

    Ich schrieb bereits am 02.03.2016, dass die EU plant die Salzzufuhr massiv einzuschränken.
    In dem dort gezeigtem Video vom Lebensmittelchemiker Herr Uwe Pollmer wird bewiesen, dass es zur tödliche Wasservergiftungen durch zuviel Flüssigkeit bei natriumarme Ernährung kommt.

    Selbst das Ärzteblatt schrieb am 26. April 2017

    Zitat

    “ Salzarme Ernährung: Zu wenig Natrium könnte Risiko für Bluthochdruck erhöhen.

    … Die Daten von mehr als 2.600 Männer und Frauen im Alter zwischen 30 und 64 Jahren
    aus der Framingham Studie hatten Lynn Moore, Martha Singer und M. Loring Bradlee über
    einen Zeitraum von 16 Jahren beobachtet …
    … Jene, die weniger als 2,5 Gramm Natrium pro Tag zu sich nahmen, hatten einen höheren
    Blutdruck als jene, die mehr Salz konsumierten. Es zeigte sich darüber hinaus, dass
    Teilnehmer mit den niedrigsten systolischen/diastolischen Blutdruckwerten von
    129,5/75,6 mmHg gleichzeitig auch viel Natrium (etwa 3,717 g) und Kalium (etwa 3,211
    g) in Kombination zu sich nahmen …
    … Ein Salzkonsum unter 2,3 Gramm pro Tag könne man daher nicht empfehlen …“

    Quelle und Volltext

     

    Von den regulierenden Menschen mal abgesehen, richten wir uns nach unseren Tieren.
    Bei ihnen ist niemand, der bestimmen will, sondern deren Instinkt weiß noch genau, was darf und was nicht.

    So komme ich gedanklich zurück zu den Salzsteinen für Kaninchen.
    Alle unsere Tiere nutzen regelmäßig einen Salzstein.
    Vor zwei Jahren haben wir uns gut mit den runden Minisalzdinger eingedeckt, aber irgendwann waren sie abgelutscht.
    In jeglichen Tiergeschäften gibt es fast ausschließlich nur noch Himalayasalzsteine.

    So sehen diese aus 

     

    Zitat
    “ … Es soll giftige Stoffe im Körper lösen und ausschwemmen, den Blutdruck senken … „

    Bild- und Zitatquelle
    
    

    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

    ?

    1.   Der Lebensmittelchemiker Herr Uwe Pollmer beweist, dass es zur tödliche
    Wasservergiftungen durch zuviel Flüssigkeit bei natriumarme Ernährung kommt. [ Wir
    sollen aber mehr trinken und dazu weniger Salz zu uns nehmen ]
    2.   Das Ärtzeblatt ( eine Fachzeitschrift für Ärzte ) schreibt, dass Jene, die weniger als 2,5
    Gramm Natrium pro Tag zu sich nahmen, einen höheren Blutdruck haben, als Jene, die
    mehr Salz konsumieren. [ s.o. Wir sollen den Salzkonsum massiv einschränken ]
    3.   Das Himalayasalz, welches nun immer öfter in Lebensmittel verarbeitet wird, und das
    auch als Tiersalz genommen werden soll – senkt allerdings noch zusätzlich den Blutdruck.

    Bei extrem hohen Blutdruck könnte eine salzarme Ernährung von Vorteil sein. Es ist beim Menschen allerdings nicht erwiesen, denn die Tests wurden nur an Mäusen ausprobiert.
    Wenn man allerdings nur Salz als Nahrung anbietet, muss jede Maus daran sterben, nämlich aus Hunger !³³³

     

    Die Welt‚ schrieb am 15.02.2008 ( ! ) bereits ->
    Ohne Salz würde der Mensch nicht überleben

    Zitat

    „… Auch zu wenig Salz kann gesundheitsschädlich sein.
    Bei alten Menschen kann der Wasser- und Nährstoffhaushalt durch Salzmangel empfindlich gestört werden. Auch Marathonläufer sollten auf ihren Salzhaushalt achten, raten Sportmediziner. Sie schwitzen stark und trinken dementsprechend viel. So kann der Salzgehalt im Blut zu stark absinken.
    Krampfanfälle und Ohnmacht können die Folge sein.
    Sportmediziner raten deshalb zu „isotonischen Getränken“.
    Studien haben außerdem gezeigt, dass bei einer sehr starken Reduktion der Kochsalzzufuhr Adrenalin und Cholesterinspiegel steigen – also Risikofaktoren für Herz und Gefäße ungünstig beeinflusst werden … „
    Quelle s.o.

    So ist das also, aber die Tiere werden nicht durch dämliche Versuche in anderen Gedanken gepresst, sondern wissen, was ihnen noch gut tut …

    Der Förster im Wald stellt für die Wildtiere große Salzblöcke hin, und das ist sicherlich nicht darum, weil er seinen Tieren schaden will.

    Solchen 10 Kilostein haben wir nun im Hasenzimmer aufgestellt.

     

    Bei Bedarf lutschen sie sich gesund …

     

    … und zwar genauso viel, wie ihr kleiner Tierkörper es brauch.

     

    meine Gedanken :

    [ Lord Thomas Babington Macaulay ]

    Es gibt keine furchtbarere Macht als das Vermögen,
    die Menschen lächerlich zu machen.
    Es gibt keinen größeren Beweis der Tugend,
    als daß man grenzenlose Macht besitzt
    und sie nicht mißbraucht.

     

    lg Archi

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  • Schmalflügliger Pelzbienenölkäfer_Sitaris muralis

     

    Am Samstag war es endlich mal nicht so heiß, und darum mussten wir zu BG´s Mutter und ein wenig länger bleiben.

    Wenn ich Migräne hätte, würde ich direkt ein Mittel vorher einnehmen, aber so bekam ich später normales Kopfweh, wie üblich nach solchen Besuchen, denn dieser ist immer sehr anstrengend.
    Ich hatte Kartoffelsalat gemacht, und BG grillte einige Geflügelwürstchen. Später gab es noch ein wenig Schnellpudding und eine feine Tasse Kaffee.

    Plötzlich ist etwas geschehen, was auf dem Balkon von BG´s Mutter auf gar keinen Fall passieren darf —>
    es lebte etwas, es krabbelte und war auch noch unbekannt.
    Man muss zu dieser Begebenheit wissen, dass sie erst vor einer Woche ihren sämtlichen Lavendel abgemurkst hatte, denn dieser war selbstverständlich mächtig angehummelt. Er wurde bis auf das tiefste Holz gekürzt, und wird darum wohl im Winter völlig entschwinden.
    Selbst Blüten anderer Pflanzen waren nicht mehr findbar und passten nun zu den kitschigen Plastikpflanztöpfen innerhalb ihrer Wohnug.
    Unsere Aussage dazu ist : „Vorsicht, es lebt‘ …

    Trotzdem, oder gerade deswegen wagte sich etwas Lebendes auf der Außenseite ihres Balkonkastens zu krabbeln …

    … und konnte dazu noch vorzüglich klettern

    Der elektrische Fliegenpatsch war in ihrer unmittelbaren Nähe. Was ein Unglück 

    Ich nahm den Käfer schnell auf, und setzte ihn auf einen Balkonkasten, der nicht in Tischnähe war. Damit hoffte ich das Übeltier – nein, ich meine nicht B´s Mutter, sondern den unschuldigen Käfer – vor einem vorzeitigen Käfertot zu schützen.
    Wir hörten noch ungefähr eine halbe Stunde die gleichen Geschichten, die wir immer hörten.
    Dann –
    dann ist eine Katastrophe eingetreten, die hätte nie eintreten dürfen.
    Das Käferchen hatte keine Lust gehabt auf der kalten Balkonerde rumzwuseln. Es krabbelte direkt über Mutters Kopf an der Balkondecke und peilte ihr steriles und warmes Wohnzimmer an.
    Ein Notfallplan musste her – ein kleiner Plastikbeutel, der elektrischer Fliegenpatsch und BG.
    BG ist groß genug. Der Käfer wurde angestupst und plumpste auf das Elektroteil, was natürlich nicht an war.

    Ich schob ihn in die Tüte, pustete ein wenig Luft hinein, und schon gab es einen Grund schnell zu BG zu fahren, um das Tier auf Balkonien auszusetzen.

    Daheim setzt ich das Tierchen in die hinterste Ecke, möglichst weit weg vom Mini-Insektenhotel.

    Mir war der Käfer nicht bekannt, und alles was ich nicht kenne kommt in diese Ecke, denn von dort fliegt und krabbelt alles zu den mächtigen Bäumen gegenüber.

    Nun musste ich noch herausfinden, welches Tier das war.
    Dazu nutze ich immer als erstes die Domain ‚Naturspaziergang_de
    KLICKhier

    Diese Seite ist sehr übersichtlich, weil vorzüglich katalogisiert, und hat besonders schöne Bilder. Sie kommt gleich zu meinen Favoriten, rechts unten.

    Ich habe den Käfer leider trotzdem nicht gefunden, denn ich bin nicht kundig genug, und wusste nicht bei welcher Käferkategorie ich hätte anfangen müssen zu suchen.
    Darum schrieb ich eine Mail an den WebSeitenbetreiber Herrn Andreas Haselböck.
    Dieser Herr ist Mitglied im Wildbienen-Kataster und im Entomologischen Verein Stuttgart

    Ich freute mich, dass ich nach ein oder zwei Tagen schon eine Antwort bekam.

    Herr Andreas Haselböck schrieb mir, dass es sich bei meinem Käfer um einen Ölkäfer handelt, den ‚Sitaris muralis_Schmalflügeliger Pelzbienen-Ölkäfer‘
    Dieser Käfer ist ein Pelzbienenparasit, und kommt ursprünglich aus warmen Ländern. Durch die Klimaerwärmung sieht man ihn auch im Westen, und er ist ziemlich unangenehm für die Bienen.

    Zitatausschnitte

    “ … Der Schmalflügelige Pelzbienen-Ölkäfer ist ein Parasitoid bei Pelzbienen, in Deutschland vor allem bei Anthophora plumipes, seltener werden Mauer- und Wollbienen als Wirte genutzt …
    … Sie schlüpfen aus den Wirtsnestern, paaren sich, die Weibchen legen ihre bis zu 1000 Eier in einem großen Paket, das bevorzugt an feste Unterlagen wie Steine geheftet wird, in der unmittelbaren Nähe der Pelzbienennester ab, …“

    Den ganzen Text lest Ihr bitte bei der Quelle_HIERklick

    Ich habe nun das Mini-Insektenhotel genau untersucht, und nichts gefunden, was dort nicht hineingehört.
    Der Käfer ist verschwunden, und ich glaube, dass es so besser ist.

    Ich möchte Euch noch etwas zu denken mitgeben.
    Es ist durchaus nicht gut, dass man ein Tier von einer Gegend in die andere verschleppt.
    Das habe ich nun gelernt.
    Beim nächsten Mal, werde ich das gefundene Lebewesen nur von einer Gefahrenstelle in eine Sicherheit bringen,
    denn nur so kann man sein eigenes Umfeld vor möglichen Schädlingen schützen.

     

    Mein Dank geht mit aufrichtigen Grüßen an Herrn Andreas Haselböck

     

    lg Archi

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