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  • Corona positiv_ die neue Hexenverfolgung

     

     

    Positiv und negativ 

    Mein Sohn ist mit seiner Frau und seinem Sohn vor zwei Wochen eben erst nach NDS gezogen

    Sie haben dort ein feines Haus gemietet und beide haben sofort eine neue und gut bezahlte Arbeitsstelle bekommen. Sie pflegen mit Stolz ihren neuen Garten, den sie gerade erst aus seinem Tiefschlaf der Vormieter aufarbeiten.

    Meine Schwiegertochter arbeitet in einem Sozialberuf. Sie kümmert sich um Ältere, Kranke und Schwache, unterhält sie, macht sauber und geht einkaufen. Das ist für mich positiv.
    Leider war Natalies Corona-Testergebnis ebenso positiv, aber eine Ansteckung ist nicht wirklich nachvollziebar. Kein Blut, kein Aua – so heißt es ja wohl.
    Daniel ist noch arbeiten, und darum hat BG mit ihm noch kurz telefoniert, was er sich online schnell besorgen muss, wie zb Chlor-Hexamed, Tee’s mit Salbei und Thymian und etwas für die Bronchien.

    Bis sich das Gesundheitsamt für eine erneute Testung meldet, kann es einige Tage dauern. So lange muss die ganze Familie, samt Hund in Quarantäne –
    früher hieß es Hexenbunker.

    Während mein Sohn und seine kleine Familie um ihre neue Existenz bangen,
    hat sich BG’s 92-jährige-Mutter in Eigenverantwortung aus dem Krankenhaus entlassen, obwohl keiner weiß, wie sie aus ihrem hohen Bett raus- oder rein kann, und ob sie mit ihrem gebrochenen Fuß und mit ihrer teppichüberflutenen Wohnung trotz ‚Stiefelschutz‘ vorwärts kommen könnte. Wie ihr Essen zubereitet wird ist auch noch nicht geklärt.
    Ihre einzige Frage war, ob bei ihr in der Wohnung alles in Ordnung und sauber wäre, ob BG sich um den abgebrochenen Schlüssel gekümmert hatte, und dass die dicken Teppiche, über die sie immer stolpert, wieder mitten im Weg zu liegen kommen. Sie hat dazu nichts Wichtigeres zu tun, als uns ständig zu beschimpfen und zu belügen.
    Das ist negativ, böse und hinterhältig !

     

     

    Corona positiv
    … ist ein Urteil zur Existensvernichtung und nicht zur Gesunderhaltung –
    denn es ist medizinisch bisher nicht bewiesen,
    ob man ansteckend ist, wenn man positiv getestet wurde.
    Warum sonst
    gäbe es noch zusätzliche Tests vom Gesundheitsamt

    © Archimeda1

     

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  • Wenn jemand nicht mehr alleine wohnen kann

     

    …  ist es dann gemein einen Heimplatz zu suchen ?

     

    Seit Sonntag, den 11.04.2021 ist BG’s Mutter wieder im Krankenhaus

    Nachdem 2019 bereits eine Hernie diagnostiziert wurde, und sie sich kurz nach ihrer nach Entlassung die Hüfte gebrochen hatte, ist sie nun wegen einem Fußbruch in der Klinik.
    Mit ihren 92 Jahren ist sie geistig zwar noch recht fit, aber körperlich eben nicht, und die Osteoporose sorgt dafür, dass ihre Knochen spröde sind, und ein kleiner Fall, bzw eine kleine unachtsame Bewegung reicht schon aus um sich übel zu verletzen.
    Wie immer sind wir für ihre Bedienung zuständig, und sie nutzt das kräftig aus. Kaum hat man organisiert, dass ihre Sachen auf ihre Station gebracht wurden, da klingelt auch schon das Handy, denn ihr ist ‚eben‘ eingefallen, dass sie noch etwas brauch, wie gestern zB dämliche Haferkekse von Aldi.

     

     

    Vom Notarzt wurde sie zuerst in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht um sie zu untersuchen. Dort wurde der Fußbruch festgestellt, aber BG’s Mutter wollte ihn nicht operieren lassen. Also muss sie nun eine Art Stiefel tragen, in der ärztlichen Hoffnung, dass der Knochen selbstständig heilt. Sie wurde nun in ein weit entferntes KH gefahren. Dort muss sie vorerst 6 Tage in Einzel-Quarantäne. Die Toilette ist dort auf dem Flur, wo sie natürlich nicht hin kann/soll, sonst wäre eine Quarantäne sinnfrei. Wir sind, wie immer an allem Schuld, und sie lässt keine Gelegenheit aus um sich äußerst übel über etwas zu beschweren, sei es durch mentale Erpressung oder andere Gemeinheiten.

    Daheim isst sie zB jeden Morgen 1 Brötchen mit Marmelade, und man staune, so als Eben-Eingelieferte bekommt sie dort Graubrot. Ich weiß nicht, wie es bei Euch in Krankenhäusern ist. In NRW gibt es zuerst immer das Essen, was sich die vor kurzem Entlassenen gewünscht hatten, und daran ist dann auch nichts zu ändern, weder mit Gezeter noch mit anderen Gemeinheiten.
    Nach den 6 Tagen darf sich eine Person als Besuch eintragen lassen. Diese wird im KH vorher getestet. Ich bin mir sicher, dass ich es nicht sein werde!

    Derweil fahren wir so ca alle drei Tage in ihre Wohnung, denn es sieht dort schrecklich aus. Am ersten Tag war ich 5 Stunden beschäftigt, um ihre Kochwäsche zu erledigen, alle Fenster zu reinigen und zu saugen. Die andere Wäsche werde ich nach und nach erledigen, denn es hat sich eine Menge angehäuft, das ja auch noch abgenommen und gefaltet werden muss. Die Schränke habe ich fast alle sauber und abgewaschen, und nun versuche ich den penetranten Geruch mit kochendem Essig aus der Wohnung zu bekommen.

    Versteht mich bitte nicht falsch. Ich helfe immer gerne und viel, aber ich möchte dafür ein einfaches Danke hören, und nicht „Das hast du umgestellt, das vergessen“_ und das es normal sei, wenn ich nun mein vollständiges Leben aufgebe, nur um rundumdieuhr ihre Wünsche zu erfüllen. Das mache ich nämlich bereits fast 10 Jahre, und nun habe ich für mich selber einen Endpunkt gesetzt.
    Ich habe es wirklich satt, und selbst die Ärztin weiß eigentlich nicht, ob BG’s Mutter wieder alleine nachhause kann. Nach ca 14 Tagen ist Besprechung mit ihr, dem Pflegepersonal und den Bewegungstherapeuten. Dann werden sie entscheiden, wie es weiter geht.
    In meinem Glauben ist es so, dass man negative Wünsche in Mehrheit zurück bekommt, darum denke ich so oft => … und führe mich nicht in Versuchung …

    Jeden Tag nehme ich mir vor hier einen Eintrag zu schreiben. Ich bin aber abends so ausgelaugt, dass ich zwar anfange, aber nichts zu Ende bringe.

    lg Archi

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  • Makulaforamen_erzählt aus Patientensicht_Teil 4

    Dieser Bericht ist der letzte Teil. Zu den drei Vorberichten geht es HIERklick

    Ich war also im OP angekommen, hatte so ein Gefühl als ob ich ein wenig zu viel am Sektchen genascht hätte, und ich fand es eher amüsant statt beängstigend, was um meine Liege alles so herumwuselte.

    Ich wurde schon x-mal operiert, aber ich habe noch nie so einen großen Vorbereitungsraum zur bevorstehenden OP gesehen.  Es war, wie ich mir einen Bienenstock im Innern vorstelle. Ein Hauptraum, riesig groß – von ihm gingen mehrere Kammern ab. Vor jeder dieser standen Betten mit Patienten, dazu Anästhesisten, Ärzte und Pflegekräfte. Sie alle redeten sehr laut aber freundlich. Sie redeten auch miteinander, versuchten dabei die Patienten aufzuheitern und beantworteten trotzdem alle ängstlich gestellten Fragen. Die Szene war für mich beruhigend. Es gab keine Hektik, hier ging es nur darum Patienten zu helfen.

    Mit dieser Einsicht war ich beruhigt, und als ich mich wieder um mich selber kümmerte, war ich bereits verkabelt, damit mein Herz bei der OP überwacht werden konnte. Mein Anästhesist stand hinter mir, drückte mir eine Plastikmaske auf Mund und Nase und sagte: “ Nun noch kurz die Lungen mit Sauerstoff anfüllen, bitte tief durchatmen, dann kann es los gehen.“ Ich wollte noch widersprechen, dass ich nämlich rieche, dass das kein Sauerstoff ist und ich ja einen Zugang für die Narkose im rechten Arm hatte, da war ich schon im Tiefschlaf.

    Aufgewacht bin ich dann nach geschätzten höchstens drei Minuten, obwohl ich über eine Stunde operiert wurde.

    Nach der Abkabelung krabbelte ich irgendwie wieder von der OP-Liege in mein Bett und wurde im Wachraum geschoben.

    Mir ging es gut, ich hatte keine Schmerzen, mir war nicht übel – und ich war fast hellwach.

    Nach einer weiteren Stunde schoben mich die Schwestern wieder in mein Zimmer. Ich durfte mich bequem anziehen.

    Beim Anziehen half mir meine lieber Zimmerkameradin Sylvia. Sie war der heitere Engel, und ich hoffe, dass wir in Kontakt bleiben.

    Dann gab es sofort etwas zu essen. Wie im Hotel …

    Möhrensuppe, Kartoffeln, Geflügelwürstchen mit Soße, Pudding und für den späteren Nachmittagskaffee gab es Kuchen.

    Als die Narkose ganz nachgelassen hatte bemerkte ich, dass ich eine Mullbinde über dem Auge hatte. Schmerzen hatte ich nur dann, wenn ich zu heftige Kopfbewegungen machte. Sie waren nur sekundenlang und gut aushaltbar. Immerhin habe ich jetzt zwei Ringe im Auge, die es rund halten und eine neue Linse bekommen. Da ist es normal, wenn die Fädchen mal ein wenig pieksen.

    Wie Ihr lesen könnt, braucht Ihr keine Angst zu haben, wenn Ihr am Auge operiert wird. Selbst Spritzen im Auge ( bei zB AMD= Altesbedingte MakulaDegeneration ) sind vollkommen schmerzfrei. [ Dazu habe ich geschätzte 100 Patienten befragt. Schließlich vesuche ich BG dazu zu bewegen, dass er seine AMD weiter behandeln lässt. Männer und Spritzen passt allerdings irgendwie dann doch nicht  😉 ]

    Was gibt es noch zu schreiben ?

    Ach ja ->

    Drei Wochen Gesicht- und Haarewaschen ? –> ‚is nich‘

    Es darf kein Wasser, kein Staub, kein Fusselzeug ins Auge.

    Für das Gesicht nutze ich feuchte Einmalwaschlappen. BG wäscht mir die langen Haare, indem ich mit dem Rücken zur Badewanne sitze, und dabei die Augen mit einem dicken Handtuch schütze.

    Duschen, ab Hals runter, ist OK.

     Fönen, wegen Windbewegung ? –> ‚is auch nich‘

    Ich pack das Haargedöns in ein Badehandtuch und leide bis es trocknet …

    Ach quatsch ! 

    Auch sehr lange Haare trocknen überaus gut im Badehandtuch. Es fühlt sich nur komisch an.

    Das Einzige, was ich für mich als sehr schlimm empfunden habe ist, dass man auf dem Bauch schlafen muss. Wer als erwachsene Frau Busen hat wird es verstehen.

    Da passt was beulentechnisch nicht zur Matratze…

    Tagsüber sollte man übrigens möglichst oft mit dem Kopf nach unten sitzen.

    Alle 6 Stunden muss ich die Augen betropfen. Ab 7 Uhr gibt es Cortison und Antibiotika, und zur Nacht noch eine Cortisonsalbe.

    Bis man weiß, ob das Auge richtig verheilt ist, und ob die OP ausreichend war kann bis zu einem Jahr vergehen.

    Solange muss man besonders auf alles aufpassen, was Dämpfe ( Zwiebeln ) oder Staub ( Mehl ) anrichtet – und jede Woche habe ich einen Termin beim Augenarzt.

    Was ich aber nun, nach nur 2 Wochen schon sehen kann – ist phantastisch !

    Alles ist zwar noch milchig, und durch das Glaskörperpeeling sehe ich noch viele schwarze Schuppen, aber ich kann wenigstens wieder etwas erkennen, wenn ich das linke Auge schließe.

    Noch ein Scherz zum Ernst*in der Lage

    Das ist nun das Ende von meiner Erlebnis-Serie zum Makulaforamen.

    Wer trotzdem noch irgendwelche Ängste hat darf mich jederzeit anmailen.

    archimeda@gmx.de

    lg Archi   

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  • Makulaforamen_erzählt aus Patientensicht_Teil 3

     

    Zu den ersten Teilen -> KLICKmich

    Ich möchte jetzt nicht mit medizinischen Operationsdetailen langweilen

    Wer sich interessiert, wie ein Makulaforamen entsteht und was man alles dagegen machen kann, bekommt HIERklick beste Auskunft.

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    Es geht es in meinen Einträgen um das Makulaforamen aus Patientensicht, denn so ein ‚Loch im Auge‘, welches noch blind macht, bereitet schon ein wenig Angst.

    Ich möchte die Ängstlichen beruhigen, denn es besteht keinerlei Sorge, wenn man die richtigen Ärzte hat.

    Wie in den vorigen Einträgen geschrieben, hatte ich anfangs einen Doc, der nur Geld scheffeln wollte, indem er möglichst viele kleine, natürlich kostenpflichtige, Untersuchungen anstrebte ohne jemals zu einem Ergebnis zu kommen. Ich war es dann leid und wechselte verzweifelt zu einem Augenarzt.

    Dieser Arzt war etwas weiter entfernt, aber wohl der beste, den man finden kann.
    Bevor er sinnloses Zeug fragte machten die Mädchen erstmal verschiedene Untersuchungen, wie Augendruckmessungen usw und OCT (Optische Kohärenz-Tomographie). Unmedizinisch erklärt ist ein OCT eine Laserabtastung des Augenhindergrundes. Man erkennt dadurch Flüssigkeitseinlagerungen, andere Makaulaerkrankungen und verfolgt den Verlauf der Erkrankung.
    Kostenpflichtig mit 20 Euro war nur die Untersuchung, ob ich ‚Grünen Star‘ haben könnte. Diese habe ich gleich mitmachen lassen, denn der ‚Grüner Star‘ macht ebenfalls blind, ist aber heute schon gut heilbar, wenn man ihn rechtzeitig erkennt.

    Mit den ganzen Untersuchungsunterlagen wurde ich ins Arztzimmer gerufen und wirklich gründlich durchleuchtet. Präzise stellte er die Diagnose und ich erhielt sofort eine Überweisung zur OP in eine Augenklinik.
    Entschieden hatte ich mich für die Universitätsklinik in Bochum. Dort gibt es eine große Abteilung für Augenkrankheiten.

     

    Bildquelle Google Earth

     

    Ihr interessiert Euch nun sicher, ob es weh tut.
    Nein, eine Augen-OP ist total schmerzfrei.

     

    Ich habe mir ein leichtes Beruhigungsmittel vor der OP geben lassen. Dazu gab es gleich das Flügelhemdchen, eine Netzschlüppiunterhose und eine dicke Einlage, damit man nichts durchnässt. Männer bekommen übrigens auch Vorlagen, denn es tröppelt dort auch, wenn sie narkotisiert werden.

    Nachdem ich lt Anweisung geklingelt hatte, dass ich fertig und liegend im Bett bin, kamen die OP-Schwestern und fuhren mich durch zig Gänge, geschätzte drei Fahrstühle und zig dunkle Räume. Mein Zimmer war im zwölften Stock, bis zur OP dauerte es wohl noch ein wenig, dachte ich.
    Kurz darauf wurde es sehr kalt, und mein Bett wurde neben einer OP-Liege geschoben. Ich musste darauf rüberkrabbeln, und es war eher lustig als anstrengend. Habt Ihr mal versucht im SchickerKopf auf ein Bett zu krabbeln ? So hat es sich nämlich angefühlt und musste wohl auch so ausgesehen haben

     

    Ich wurde dann in den OP geschoben.
    Es waren zig Menschen dort. Ärzte, Pfleger, Schwestern, Patienten.
    Ich habe mir aber vorgestellt in einem Bienenhäuschen zu sein …

     

    Teil 4 folgt

     

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  • Makulaforamen_erzählt aus Patientensicht_Teil 2

    –> zu Teil 1

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    Als ich wieder mal zum Einkauf musste fiel mir auf, dass meine Sehkraft weiter stark abgenommen hatte. Ich suchte mir im Internet die Amsler-Testtafel, denn BG hat bereits AMD (Altersbedingte MakulaDegeneration) und benötigt, damit er später nicht fast blind wird, eine gelbfarbene Brille. Diese filtert das schädliche Blaulicht möglichst raus.

     

    Schaut bei folgender Testtafel mit einem zugehaltenen Auge, ob ihr alle Gitter gerade sehen könnt. Dann wiederholt das Procedere mit dem anderen Auge.
    Solltet Ihr die Linien verbogen, verzerrt oder verschwommen sehen, solltet Ihr dringend einen Augenarzttermin vereinbaren.

     

    Ich hatte nicht nur verzerrte, verbogene und verschwommene Linien sondern noch einen sehr großen grauen Kreis in der Mitte des Testbildes. Ringsherum sah alles wie eine Sanduhr aus. Mit dem rechten Auge konnte ich also weder lesen noch Gesichter erkennen.
    Daraufhin wechselte ich den Augenarzt, und nach verschiedenen Laseruntersuchungen stellte er fest, dass ich ein Makulaforamen habe.
    Foramen ist lateinisch und bedeutet Loch.

     

    Die Makula ist in der Mitte der Netzhaut und damit der Bereich des stärksten Sehens. Was passiert, wenn da plötzlich ein Loch ist kann man sich gut vorstellen. Die Umgebung ist zwar sichtbar, aber die Mitte blind.

     

    Wie es weiter geht erfahrt Ihr in Teil 3

     

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