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  • Das zweite Mini-Insektenhotel

     

    Gestern, am Mittwoch haben wir die verstorbene Kleinhäsin Flummi zur Verbrennung gebracht. Am Tod kann man leider nichts ändern, aber man sollte trotzdem versuchen, die noch lebenden Tiere bestmöglichst zu unterstützen.

     

    Wegen unsere eingeschränkten Möglichkeiten haben wir uns entschieden ein zweites Insektenhotel zu kaufen, um die Wildbienen zu unterstützen.

     

    Das erste Mini-Insektenhotel

    war in mehreren Teilen aufgebaut, und in dem Vorbericht schrieb ich wofür die verschiedenen Abschnitte sind

     

    Bereits nach einem Jahr waren dort die ersten Wildbienen dabei ihre Röhrchen zu füllen.

    Fast alle Wildbienchen sind schon geschlüpft, und es gibt schon viele Bienen, die eine neue Brutröhre suchen.

     

    In einer Fensternische hat mir BG darum mein neues Insektenhotel angebracht.

     

    Dieses kleine Insektenhotel hat im oberen Bereich viele größere Röhrchen, die von Schlupfwespen gebraucht werden. Schlupfwespen-Larven bevorzugen Blattläuse, und sie sind darum ein wichtiger Bestandteil eines Ökosystems. Erwachsene Schlupfwespen fressen Honigtau und Nektar.

     

    Die Fensternische ist vollsonnig und fast regengeschützt

     

    In diesem Jahr versuche ich mit einer ‘Kleingurke’ und ‘Schwarzer Tomate’ das kleine Reich mittig zu erweitern. An der rechtsseitigen grünen Klammer hängt ausgekämmtes Hasenfell. Dieses zupfen sich die Meisen ab, um ihr Vogelhäuschen weicher zu gestalten.

     

    Ich hoffe, dass das zweite Mini-Inektenhotel genauso gut angenommen wird und werde später weiter dazu berichten.

     

    lg Archi

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  • Der neue Osterhase heißt Flummy

     

    Gestern kurz nach 24 Uhr ist unsere kleine Hasendame Flummy gestorben

     

    Flummy war ein Notkaninchen und kam im Alter ungefähr 6,5 Wochen und mit nur 600 gr zu unserer Hasenfamilie. Sie war das einzige Tierchen, dass von ihrer 6-köpfigen Familie überlebt hatte.

     

     

    Sie freundete sich schnell mit den anderen Ninis an, war aber immer ein wenig bissig, wenn sie ihre Aufmerksamkeit durchsetzen wollte. Schon nach kurzer Zeit lernte sie, dass auch sie regelmäßig bekuschelt wurde und wurde eine super Hasenmama von Clara und Vincent.

    Am liebsten saß Flummy aber auf dem Balkon, auf einer extra für sie eingerichteten ‘Gras-Hasenschüssel’ unter einem Plastikstuhl im Halbschatten.

     

     

    Einmal am Tag suchte sie sich von dort mehrere Kräuterblättchen. Ihre Lieblingsspeise war Spitzwegerich.

     

     

    Flummy hatte in kurzer Zeit drei Partner und eine Tochter verloren.
    Thomas, Goethe, Yeti und Clara …

    Mit dieser üblen Vorgeschichte wurde sie immer kränklicher und sonderte sich von den neu zugekommenden Notkaninchen immer mehr ab. Dazu bekam sie eine schlimme innere Nasenentzündung, die kein Tierarzt behandeln wollte, weil das Sterberisiko bei einer Nasenbehandlung zu hoch sei.

    Sie lebte erst wieder richtig auf, als Kätzchen Cora zu uns kam.
    Beide spielten von morgens bis spät abends, und Cora schlich oft nachts ins Hasenzimmer um neben ihr zu kuscheln.

    Vorgestern hatte Flummy plötzlich Probleme mit ihrem linken Pfötchen und hielt ihr Köpfchen einwenig schräg. Sie wollte nichts fressen und nicht spielen.

    Gestern Abend schaute BG wieder ihr gesamtes Körperchen an um nach Verletzungen zu schauen.
    Flummy atmete schwer, aber es war nichts zu sehen, und sie hatte keinerlei Druckschmerz.

    Ich nahm sie danach auf dem Arm, und sprach ruhig auf sie ein. Das Nini kuschelte sich fest an mich und machte quietschende leise Laute. Ich sagte ihr, dass sie ihr Innerstes loslassen kann, und dass wir uns alle im Hasenhimmel wieder sehen.

    BG bereitete in der Zeit den Quarantänekäfig mit frischen Handtüchern und Wasser vor, damit Flummy zur Nachtruhe kommen konnte.
    Kaum hatte ich sie darein gelegt, bekam sie mehrere Krämpfe und verstarb.

    Ihr Todeszeitpunkt war kurz nach 24 Uhr – und sie wurde damit zu einem echten Osterhasen.

    Die anderen Kaninchen, Cora und wir sind sehr traurig, weil uns Flummy so fehlt, aber sie ist nun ein echter Osterhase und hoppelt sicher schon im Hasenhimmel – glücklich mit allen Freunden, die sie in ihrem Kurzleben von gerade mal 3,5 Jahren verloren hatte.

     

     

    von links nach rechts ->
    Tochter Clara, Mutter Flummy, Sohn Vincent, Vater Yeti

     

     

    Ist es nicht eigentlich eigennützig über Tote zu trauern, wenn es ihnen im neuen Reich besser geht ?

     

    meine Gedanken_zu Ostern :

    Ich werde noch so viel lernen müssen
    zu den Tagen
    an denen ich selber unter Schmerzen altere
    um mich dann doch irgendwann zu fragen
    Hallo Spiegel
    Ist es das Wert ewig so zu leiden
    oder
    sollte ich hier meine Vergangenheit beenden
    um glücklich und schmerzfrei
    in neuer Dimension zu leben …

    Ostern heißt Auferstehung

    © Archimeda1

     

     

    lg Archi

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  • Schnupperkurse für Kaninchen

     

    Balkonien haben wir so eingerichtet, dass alle Pflanzen auch von Kaninchen vernaschbar sind.

     

    Da es Nothasen sind haben sie noch großen Bedarf an verschiedene Schnupperkurse, denn wir müssen erst noch ihren Instinkt wecken, damit sie selber merken was ihnen alles so schmecken könnte. Die Pflanzen und Kräuter, die noch nicht blühen sind im vorderen Bereich mit einem niedriegem Zäunchen geschützt. Alles was da durch wächst darf aber abgefuttert werden, und sie merken schnell, dass man bessere Beute bekommt, wenn man sich hochkant stellt 

     

     

    Unsere ‘Einmalblühende Frühlingsrose’ war dieses Jahr besonders schön.

     

     

    Die fast vergangenen Blüten habe ich im Schnupperkurs angeboten.

     

     

    Großhase Vincent und Widder Merlin waren erst ein wenig erstaunt, haben dann allerdings mit großem Vergnügen gefuttert.
    Ich schneide nun täglich eine Blüte ab, und sie haben beide ihre Vorlieben.
    Vincent frisst gerne den Knospenboden während Merlin sich auf die gelben Blütenblätter spezialisiert hat.

    Neben den Pflanzschalen mit Zäunchen wachsen verschiedene Kräuter, an denen alle Hasen so viel abnaschen dürfen, wie sie nur wollen.

     

    Auf dem nächsten Bild erforscht Merlin ob ihm Schnittlauch schmeckt

     

    Er hat schnell festgestellt, dass sowas besonders lecker ist, und ich habe heute neu aussähen müssen   😉

     

    Dieses Jahr gab es viele Margeriten.
    Vincent ist begeistert. Nicht nur die Blüten, sondern auch die Blätter schmecken ihm hervorragend  🙂

     

     

    Unsere momentan einzige Kaninchendame Flummy räubert und nascht nichts. Sie frisst nur was ich ihr persönlich anreiche.

    Für sie habe ich eine flache Pflanzschale mit Erde, verschiedene Gras-und Kleesamen bereitet.
    Sie sitzt fast ununterbrochen darauf, träumt, nascht an ihrem Teller und ist glücklich, wenn sie ein wenig Spitzwegerich bekommt.

     

     

    meine Gedanken :

    Ich wünschte mir,
    dass alle Tiere den Menschen etwas beibringen könnten,
    um damit den menschlichen Horizont
    wieder auf Nützliches zu reduzieren.

    © Archimeda1

     

     

    Die nächsten Tage ist wieder KH angesagt.
    Bleibt locker und liebt Euch solange es noch geht.

     

    lg Archi

     

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  • Kaninchen_Die Kastration und laufende Kosten

     

    Heute Morgen waren wir bereits um 10 Uhr bei der Tierärztin um Merlin kastrieren zu lassen. Ihm geht es den Umständen entsprechend gut. Merlin schläft viel und hat ein wenig Sellerieblätter und Rucola gefressen.

    In diesem Blogeintrag hatte ich bereits geschrieben, was der Unterschied zwischen einer Sterilisation und Kastration ist.
    Die Kastration nimmt die Triebe und beruhigt das Tier, aber für ungefähr 6 Wochen können trotzdem noch Baby´s gezeugt werden.
    Es ist wohl kaum durchsetzbar, dass man vergesellschaftete Kaninchen für 6 Wochen ständig trennen kann, darum kann man eigentlich nur hoffen, dass es kein bzw nur wenig Nachwuchs gibt.
    Kaninchen werden mit ca 12 Wochen geschlechtsreif.
    Sie sind nicht läufig oder in der ‘Hitze’, wie man bei Hunden sagt, sondern der Eisprung wird nur durch die Begattung ausgeführt. Das geschieht 10 bis 12 Stunden nach dem Deckakt und wird durch den Nervenreiz während des Deckvorgangs ausgelöst.
    Die Trächtigkeit dauert etwa 28-33 Tage, und es kann bis zu 6 Jungtieren geben.

    Kaninchen haben 2 Gebärmutter (n)
    Wenn sie innerhalb kurzer Zeit zweimal gedeckt werden, ist es durchaus möglich, dass sie im 14-tägigen Abstand zwei Geburten haben.
    Kaninchenmütter können dazu ihre Baby´s resorbieren, d.h. sie können sie absterben und austreiben lassen, um den gesunden Nachwuchs zu sichern.

    Wie man lesen kann, ist eine Kastration das Erste an das man denken sollte, wenn man Kaninchen vergesellschaften muss/möchte, zumal eine Häsin direkt nach der Geburt wieder trächtig werden kann.
    Das zweite Wichtige ist die Impfung gegen RHD1+RHD2 [ Caliciviren, Hämorrhagischen Kaninchenseuche ]
    und
    Myxomatose [ Kaninchenpest durch Pockenviren ]

    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Impfung nicht immer zu 100 % nützt.
    Sie schützt zwar meistens vor inneren Blutungen, zwar nicht unbedingt vor Todesfälle, aber die Leiden des kranken Tieres wird um Massiges verkürzt.

    Kaninchen sind teuer, und ihre KrankenBehandlung ist nicht nur sehr teuer sondern dazu recht zeitaufwendig.
    Die Kastration und Nachbehandlung beziffert sich auf ca 100 Euro,
    die Impfungen gegen Myxomatose kosten 32 €,
    später kommt dazu noch die Jahresimpfung von RHD1-RHD2 von ca 33 € dazu.

    Mehr zu den TA-Kosten kann man  bei der Gebührenverordnung für Tierärzte nachlesen ->

    GOT-2017-07(1)

     

    Man sollte sich sehr genau überlegen,
    ob man Kaninchen vergesellschaften muss, damit die anderen nicht durch den Tod und Trauer ihrer Partner selber sterben,
    oder man nur ein neues ‘Ostergeschenk’ haben will,
    dass ziemlich niedlich ist,
    aber in kurzer Zeit ein mächtiger Kostenfaktor wird.

     

    Ich wünsche mir Eure richtige Entscheidung.

     

    lg Archi 

     

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  • Kaninchen_Was ist nach dem Tod der Partner

     

    Vincent und Flummi leben noch.
    Ihnen geht es noch nicht gut. Sie fressen und trinken nur sehr wenig, aber selbst dieses Wenige ist eigentlich schon ein kleiner Erfolg.

    Kaninchenartige, so wie man sie wissenschaftlich nennt, haben einen Stopfmagen.
    Das bedeutet, die Magenwand dieser Tiere bewegen sich nicht selbstständig.
    Es ist darum besonders wichtig, dass sie regelmäßig geringe Futtermengen zu sich nehmen, damit der Mageninhalt in den Darm weiterrutschen kann.
    Wenn sie nichts fressen, verhärtet sich der Magen- und Darminhalt. Es kommt zu Aufgasung, zu Entzündungen und dann zum Tod.
    Bei Krankheit ist der Magen und Darm das größte Risiko für die Sterberate.

    Basilikum, Schnittlauch, Oregano passt immer in ein Kaninchen, denn diese Pflanzen heilen, und die Tiere wissen das.
    Heute haben wir darum frische Kräuter gekauft, die Töpfe direkt in neuer Erde und größeren Behältnissen umgepflanzt, damit wir sie möglichst lange nutzen können. Sie stehen nun in der Küche.
    Draußen ist es noch zu kalt, und in der Wohnung sind sie zB durch die schwarze Fliege und Spinnmilben, die in der Alterde der Händler oft wuchern, nicht geschützt.

    Zu den krankheitsbedingten Sorgen kommt die Eigentrauer der Tiere.
    Wenn wir die Nachtkäfige öffnen, hüpfen die Häschen nicht heraus, sondern warten, ob Yeti oder Clara wieder zu ihnen herein hoppeln. Geschieht das nicht, verhoppeln sie sich in dunklen Ecken. Wir müssen sie dann suchen um ihnen Futter mit der Hand anzureichen, und hoffen, dass sie etwas fressen um die Organe in Bewegung zu halten. BG gibt ihnen weiter Wasser mit der Pipette.

    Wir haben nun eine Situation, über die wir noch genau nachdenken müssen, und uns zum Verzweifeln bringt …

    Wenn unsere Tiere noch krank sind fressen sie nicht, und sterben.
    Es darf kein neues Kaninchen dazu.
    Wenn unsere Tiere jetzt ‘nur noch’ trauern, fressen sie aber auch nicht – und dann müssten wir für Ablenkung sorgen, also neue Partner anschaffen,
    damit sie nicht auch sterben.

    BG und ich werden vorerst nur beobachten können.
    Ich bin der Meinung, dass die Trauer über den Partner im Moment schwerwiegender ist, und beziehe mich dazu auf die Menschenwelt.
    Wer partnerschaftliche Sorgen hat, hat keinen Hunger.

    Ich werde weiter berichten.

    lg Archi

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